| Museum bekommt Halle-Gemälde von Feininger zurück |
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| Sonntag, 05. Juli 2009 um 16:43 Uhr | ||
Halle (dpa/sa) - Die Stiftung Moritzburg in Halle bekommt das berühmte Gemälde «Roter Turm I» von Lyonel Feininger (1871-1956) zurück. Es gehört zu der weltbekannten Serie seiner Halle-Bilder, die der Deutsch-Amerikaner von 1923 bis 1931 schuf, wie das Museum mitteilte. Das von einem privaten Sammler erworbene Bild wird an diesem Dienstag erstmals präsentiert. Die Gemäldeserie war in Halle entstanden und bereits seinerzeit vom Museum geschlossen gekauft worden. Alle elf Halle-Bilder gingen der Moritzburg durch die Aktion «Entartete Kunst» der Nationalsozialisten verloren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrten lediglich zwei Gemälde wieder zurück.
Das Bild «Roter Turm I» war nach Angaben einer Sprecherin des Museums bisher im Privatbesitz. Es sollte auf einer Kunstauktion veräußert worden, was die Kulturstiftung der Länder verhindern konnte. Stattdessen konnten die Kulturstiftung und die ostdeutsche Sparkassenstiftung sowie die Saalesparkasse, die Ernst von Siemens Kunststiftung und das Land Sachsen-Anhalt das Bild nach Halle zurückholen. Über die Kosten ist Stillschweigen vereinbart worden.
Das Bild «Der Rote Turm I» (1930) wird zusammen mit den Bildern «Dom von Halle» (1931) und «Marktkirche mit dem Pfeil» (1930) auf der Feininger-Empore des Moritzburg-Museums zu sehen sein. Der Künstler hatte in der Moritzburg ein Atelier und die Halle-Bilder dort gemalt. Schwerpunkt der Dauerausstellung, die im Dezember 2008 nach umfangreichem Umbau als Zentrum der Klassischen Moderne wiedereröffnet worden war, sind Werke des Expressionismus. Rund 58 000 Menschen besuchten nach Museumsangaben in den ersten sieben Monaten die Räume - mehr als vor der Wiedereröffnung in einem Jahr.
In einer Sonderschau unter dem Motto «Zurück in Amerika - Lyonel Feininger 1937 bis 1956» wird in der Moritzburg ferner bis 23. August ein Großteil des Alterswerks des Bauhauskünstlers gezeigt. Unter den 105 Werken sind Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Lithographien. Viele der Leihgaben stammen aus den USA. Es handelt sich vor allem um Arbeiten, die nach 1937 und damit nach der Rückkehr des Künstlers aus Deutschland in seine Heimat USA entstanden sind. |
























































