| Wenn die Idee dem Künstler «ins Gesicht spuckt» |
|
|
|
| Dienstag, 07. Juli 2009 um 05:15 Uhr | ||
Tübingen (dpa) - Oft steht der dänisch-israelische Künstler TAL R selbst ganz ratlos vor seinen Arbeiten. Rätselhaft und doch faszinierend sind seine Werke, die von diesem Samstag (11.7.) an in der Tübinger Kunsthalle gezeigt werden. 26 Gemälde, 38 Skulpturen, 12 Kollagen und eine Reihe grafischer Arbeiten umfasst die Werkschau von TAL R. Hinter dem Namen verbirgt sich der Düsseldorfer Akademieprofessor Tal Rosenzweig Tekinoktay. Seine Arbeiten scheinen keinem Muster zu folgen, weil er keiner festgelegten Herangehensweise folgen will. «Am Ende interessiert mich viel stärker der Punkt, an dem meine Idee gewissermaßen umkehrt und mir ins Gesicht spuckt oder mich zurückweist», sagt er.
Eines der in Tübingen gezeigten Werke ist «Lars Larssen», eine mehr als zwei Meter hohe Kugel aus zitronengelb angestrichenen Fahrradfelgen. Fast immer baut der im dänischen Kopenhagen lebende Künstler Gegenstände ein, die ihren Gebrauchswert verloren haben. Bei seinen Gemälden nimmt er oft Anleihen bei alten Meistern - aber auch bei Pornos. Dabei gehe es ihm nicht um eine moralische Botschaft, sondern um Ästhetik, betont der Künstler.
Die Ausstellung «You Laugh an Ugly Laugh» (Du lachst ein hässliches Lachen) ist bis zum 4. Oktober in der Kunsthalle Tübingen zu sehen. |
























































