| Weimar zeigt Kunst aus drei Generationen |
|
|
|
| Donnerstag, 09. Juli 2009 um 05:15 Uhr | ||
Weimar (dpa) - Drei Generationen konstruktiver Kunst aus einer Familie zeigt das Weimarer Stadtmuseum seit Mittwoch in der Ausstellung «bill-bill-bill» zum Bauhausjahr. Je sieben Bilder oder Skulpturen von Max Bill, seinem Sohn Jakob und Enkel David sollen die Entwicklung der vom Bauhaus beeinflussten Kunstrichtung über 80 Jahre hinweg verdeutlichen. Max Bill, der zwei Jahre in Dessau am Bauhaus studierte, schrieb zwar von wichtigen «Erfahrungen» und «Bestärkungen» durch das Bauhaus. In der Familie habe er aber nie darüber gesprochen, so dass es zwar als prägend aber auch «uninteressant» gegolten habe, sagte sein Sohn Jakob.
Der Schweizer Max Bill hatte sich nach einer nicht abgeschlossenen Lehre zum Silberschmied 1927 in Dessau am Bauhaus eingeschrieben, weil er dort Architektur studieren wollte. Er besuchte Kurse unter anderem in der Metall- und Bühnenabteilung sowie bei Paul Klee in Malerei. 1929 kehrte er ohne einen Bauhaus-Abschluss in die Schweiz zurück. Bekannt wurde er später als Architekt, Maler, Grafiker und Designer.
Als Mitbegründer und erster Rektor der Ulmer Hochschule für Gestaltung habe er die Bauhaus-Idee in Deutschland wiederbelebt, heißt es in der Ankündigung der Weimarer Ausstellung. Er starb 1994. Sein Sohn Jakob arbeitet als Maler, Enkel David zeigt Metallskulpturen in Schwarz und Weiß. Ausstellungen mit Werken aller drei habe es bisher in Vaduz (Liechtenstein), Bern und Düsseldorf gegeben. Die Weimarer Ausstellung soll bis zum 27. September zu sehen sein. |
























































