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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Bewegung im fränkischen «Beutekunst»-Streit PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 09. Juli 2009 um 05:17 Uhr

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München (dpa/lby) - In den Streit um die Rückgabe fränkischer Kunstschätze aus den Münchner Museen an ihre Ursprungsorte ist Bewegung gekommen. Der Hochschulausschuss des Landtags lehnte am Mittwoch zwar eine Petition des Fränkischen Bunds ab, bis Jahresende sämtliche Werke fränkischer «Beutekunst» zurückzugeben. Die Abgeordneten erteilten aber dem Wissenschaftsministerium den Auftrag, eine Liste der wichtigsten fränkischen Kulturschätze zu erstellen und mögliche Rückgabeoptionen zu prüfen. Dabei geht es vor allem um Kunstschätze von überragendem Rang wie den Bamberger Domschatz. Die Petition des Fränkischen Bunds haben 13 000 Bürger unterschrieben. Eine Rückgabe sämtlicher fränkischen Kunstwerke schließen jedoch alle maßgeblichen Politiker aus.    

 

«Wir debattieren das seit Jahren, aber wir wissen nicht, wie viele Kunstwerke wir eigentlich haben und wem sie gehören», sagte der aus Nürnberg stammende CSU-Fraktionsvize Karl Freller nach der Debatte. «Wir wollen Transparenz der in Frage kommenden Werke.» Das Wissenschaftsministerium soll auf der Liste auch erklären, ob die Werke überhaupt transportfähig sind und in welche Konzeption sie derzeit eingebettet sind. «Wir können nicht einfach aus dem Bayerischen Nationalmuseum alle fränkischen Teile herauslösen», sagte Freller. «Ich persönlich würde davon träumen, dass die vier Apostel nach Nürnberg zurückkommen», sagte Freller über das berühmte Albrecht Dürer-Gemälde, das in Münchens Alter Pinakothek hängt.       

 

«Es kann keiner fordern, dass alles zurückgeführt wird», sagte auch der SPD-Abgeordnete und Oberfranke Christoph Rabenstein. Unbedingt zurückgeführt werden sollten aber Werke, die eine direkte Verbindung zu ihrem Ursprungsort hätten. Als Beispiel nannte Rabenstein den Bamberger Domschatz. In der Vergangenheit habe die Staatsregierung die Forderung nach Rückgabe fränkischer Kunstwerke immer auf die lange Bank geschoben. «Wir werden das auf jeden Fall im Auge behalten, wie sich das entwickelt.» Es könne aber «nicht jedes kleine Gemälde zurück gegeben werden, das im Lauf der Jahrhunderte verkauft wurde».    

 

Die Grünen haben Verständnis für die Forderungen, warnten jedoch vor «fränkischem Nationalismus». Der Begriff «Beutekunst» sei im Zusammenhang mit Franken völlig verquer, sagte der Grünen-Abgeordnete Sepp Dürr. «Wo hört das auf? Dann könnten wir auch die Splitter vom Kreuz Jesu nach Palästina zurückgeben.» In Franken gebe es Unzufriedenheit, weil Bayern seit 200 Jahren wie ein Zentralstaat regiert werde. Das sei eine politische Frage. «Eine rein rückwärts gewandte fränkische Identität halte ich für schwierig», sagte Dürr.



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