| Neues Bauhaus-Museum soll am Theaterplatz entstehen |
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| Donnerstag, 16. Juli 2009 um 05:51 Uhr | ||
Weimar (dpa) - Der Stiftungsrat der Klassik Stiftung Weimar hat den Theaterplatz für das neue Bauhaus-Museum empfohlen. Damit würde der alte Standort auch der neue, sagte Stiftungsratsvorsitzender Bernward Müller (CDU) am Mittwoch. Der Stadtrat muss den Standort noch absegnen. Das 1995 eröffnete Museum über die Frühzeit der bedeutendsten Architektur- und Designschule des 20. Jahrhunderts ist ein Provisorium. 2013 als Eröffnungstermin ist laut Müller weiter realistisch. Ende 2009 soll ein internationaler Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. «Das Bauhaus-Museum soll ein architektonisches Zeichen setzen», sagte Stiftungspräsident Hellmut Seemann. Mit Wolfgang Holler wurde der neue Generaldirektor der Museen in sein Amt eingeführt. Der Kunsthistoriker wechselte von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in die Klassikerstadt.
Von ursprünglich zehn Standorten musste sich der Stiftungsrat der zweitgrößten Kulturstiftung Deutschlands unter drei entscheiden. Für den Theaterplatz mit dem Denkmal Goethes und Schillers spricht seine exponierte Lage in der historischen Altstadt. Mit den Geldgebern von Bund und Land müssen noch die maximalen Baukosten geklärt werden. «Nichts hängt mehr in der Luft. Wir haben jetzt eine konzeptionelle Grundlage, um die einzigartige Sammlung angemessen und in würdiger Weise zu präsentieren», zeigte sich Seemann erleichtert. Das Museum über die 1919 von Walter Gropius gegründete Schule solle auch deren historische Wurzeln und den Einfluss auf zeitgenössische Kunst und Architektur aufzeigen.
Die Stiftung will deshalb die Sammlung Ludewig für das Bauhaus- Museum gewinnen, die auf eindrucksvolle Weise das Prinzip des Funktionalismus dokumentiere. «Die Idee des Funktionalismus hat bei der Moderne in Weimar eine wichtige Rolle gespielt.» Bis Ende August soll die Stiftung einen Vertragsentwurf vorlegen. Neben einer Dauerausstellung für die mehr als 10 000 Exponate über die Sturm- und Drangzeit des Bauhauses soll der neue Bau Raum für Wechselausstellungen und Studentenarbeiten geben. Geplant ist zudem ein Bauhaus-Kindergarten, in dem Vorschulkinder künstlerische Bildung vermittelt bekommen. Laut Seemann gibt es bisher kein derartiges Projekt in Deutschland. |
























































