| Butterstulle und Spiegelei: Abendbrot als Kunstprojekt |
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| Freitag, 17. Juli 2009 um 05:56 Uhr | ||
Hörstel (dpa/lnw) - Mit geschmierten Stullen und Spiegelei will ein Künstlerpaar das Abendbrot in Westfalen erforschen. «Abendbrot ist auch der Übergang von Arbeit zu Freizeit, den man bewusst zelebriert», sagte Künstlerin Ingke Günther am Donnerstag. Gemeinsam mit ihrem Ehemann will sie vom 24. Juli an mit einem Wohnmobil durch den Kreis Steinfurt touren und Bewohner zum Abendessen einladen. «Brot, Butter, Wurst und Käse», das sei in Deutschland noch immer der Klassiker.
«Die Regeln sind aber nicht mehr so hermetisch wie früher einmal», sagte Günther. «Dass wirklich die ganze Familie um 18 Uhr am Tisch sitzt, gibt es nur noch selten.» Um veränderte Essgewohnheiten zu dokumentieren, will das Künstlerpaar Brotboxen mit Fragekarten verteilen. Zudem seien Familien aufgerufen, ihren individuellen Abendbrottisch zu fotografieren. «Wir möchten auch gerne selber mit an den Tisch kommen», sagte Günther über ihr Vorhaben.
Das Projekt wird vom Kunsthaus Kloster Gravenhorst in Hörstel (Kreis Steinfurt) gefördert. Fotos, Rezepte und Ergebnisse der Reise werden dort von Oktober an in einer Ausstellung gezeigt. «Zur Eröffnung gibt es Abendbrot», kündigte eine Sprecherin des Hauses. Tags: g
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