| Herforder Museum Marta zeigt seine eigene Sammlung |
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| Freitag, 17. Juli 2009 um 06:02 Uhr | ||
Herford (dpa/lnw) Licht und zugleich Schatten spenden die zehn Lampenobjekte von Tobias Rehberger: «Infections» hat der Preisträger des Goldenen Löwen der Kunstbiennale in Venedig 2009 seine aus Baumarkt-Materialien wie Klettband, Kabel und Glühlampen geschaffene unterkühlt-ironische Installation genannt. Und tatsächlich lassen sich die geschwungenen Gebilde auch als infizierende Viren interpretieren. «Infections» ist eins von rund 65 Werken zeitgenössischer Kunst aus der mehr als doppelt so großen eigenen Sammlung des Herforder Museums Marta.
Unter dem Titel «Hellwach gegenwärtig» bietet das Museum vom kommenden Samstag (18. Juli) bis zum 13. September zum zweiten Mal einen Überblick über seine Sammlung, die teilweise zuvor noch nicht gezeigte Arbeiten international renommierter Künstler umfasst wie Mimmo Paladino, Sol LeWitt, Thomas Rentmeister und Cai Guo-Qiang.
Roland Nachtigäller, künstlerischer Direktor des Marta, hat die Exponate in Verbindung gebracht mit ausgewählten Werken aus der Sammlung Karl Kerber aus den 1980er Jahren, die dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung stehen. Durch die Gegenüberstellung aktueller und knapp dreißig Jahre älterer Kunst ergeben sich vielfach neue Sichtweisen. So wirkt das Gemälde «Erinnerung» von A.R. Penck vor dem Hintergrund der düsteren und in Handlungen ungeschminkter Brutalität verstrickten Gipsfiguren von Bjarne Melgaard äußerst verstörend und beklemmend. «Plötzlich meint man in Pencks Bild ein Hakenkreuz zu entdecken, das man vorher nicht gesehen hat», sagte Nachtigäller am Donnerstag.
Ebenfalls am Samstag eröffnet das Marta unter dem Titel «hier und anderswo» eine Ausstellung mit Arbeiten von zwölf Künstlern, die einen Bezug zur Region Ostwestfalen-Lippe haben. Sie ist bis zum 6. September zu sehen. |
























































