| Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste |
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| Dienstag, 21. Juli 2009 um 17:58 Uhr | ||
Magdeburg (dpa) - Die Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste ist eine von allen Ländern und dem Bund finanzierte Einrichtung beim Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Unter dem Slogan Lost Art (Verlorene Kunst) werden Such- und Fundmeldungen zu Kunstschätzen dokumentiert. Die Veröffentlichung im Internet macht eine weltweite Recherche nach diesen Objekten und den Umständen ihres Verlustes möglich. Im Kern geht es um Kunst, die den Eigentümern in der NS-Zeit entzogen wurde oder die bei Flucht und Emigration zurückblieb.
Das betrifft auch vorhandene Stücke, die eine «Provenienzlücke» aufweisen, so dass ein unrechtmäßiger Entzug zwischen 1933 und 1945 nicht ausgeschlossen werden kann. Weiterhin werden Kulturgüter erfasst, welche im Zusammenhang mit Ereignissen und unmittelbaren Folgen des Zweiten Weltkriegs (zum Beispiel durch Beschlagnahmung, Plünderung, Auslagerung oder Vertreibung) verloren gingen. Wenn Dinge gefunden werden, die anderen gehören, stellt die Koordinierungsstelle den Kontakt zwischen beiden Seiten her.
Derzeit sind bei Lost Art 634 Museen und Sammlungen gelistet. 75 deutsche Einrichtungen - einschließlich Städte und Landkreise - haben insgesamt 6782 Objekte als Fundstücke registriert. Die Datenbank www.lostart.de umfasst aktuell Such- und Fundmeldungen von mehr als 1000 nationalen und internationalen Einrichtungen (Museen, Archive, Bibliotheken) und Privatpersonen zu über 110 000 detailliert und mehreren Millionen summarisch beschriebenen Kulturgütern. In den letzten Jahren konnte Lost Art in etwa 60 Fällen dazu beitragen, dass NS-Raubkunst und Beutekunst wieder in die Hände Berechtigter kam. |
























































