| Bundeskunsthalle bietet Sammlern eine Plattform |
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| Mittwoch, 22. Juli 2009 um 14:45 Uhr | ||
Bonn (dpa/lnw) - Privaten Kunstsammlungen will die Bundeskunsthalle in Bonn vom kommenden Jahr an eine Plattform bieten. Den Auftakt soll die Ausstellung «Neugierig» bilden, die vom 29. Januar bis zum 2. Mai 2010 einen Einblick in die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst bieten soll. Er wolle das Gespräch zwischen Sammlern und Museen beleben, sagte Bundeskunsthallen-Intendant Robert Fleck am Mittwoch der Deutschen Presse Agentur dpa. Die Sammler hätten ja ein Interesse daran, ihre Kunst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die andere Sache sei, dass er nicht nur die großen klassischen Positionen der Kunst vorstellen wolle. «Wir wollen auch ein bisschen beleuchten, was wirklich ganz aktuell los ist in der Kunst.»
«Die Kunst- und Ausstellungshalle hat eine Aufgabe, Dinge zu machen, die andere Leute nicht machen können», sagte Fleck. Dabei gehe es nicht in erster Linie um aufwendige Ausstellungen, sondern auch darum, Themen zu setzen und zu verstärken. Dabei sei das Verhältnis der Museen zu den Sammlern ein ganz zentrales Thema für die kommenden Jahre. «In den vergangenen 15 bis 20 Jahren konnten die Sammler die wichtigen Werke kaufen, und die Museen konnten sie nicht mehr erwerben.» Daher befänden sich jetzt, zumindest mit Blick auf Deutschland, die wichtigsten Kunstswerke der letzt 40 oder 50 Jahre ganz überwiegend in privater Hand.
Bisher seien für das Projekt 25 Sammler angesprochen worden, sagte Fleck. Mit ihnen sei vereinbart worden, dass die Bundeskunsthalle regelmäßig für ihre Ausstellungen auf die Bestände dieser Sammlungen zurückgreifen könne. Parallel sollen auch öffentliche Gespräche zwischen Sammlern und Museen abgehalten werden. Im kommenden Frühjahr sei eine Gesprächsreihe geplant, bei denen Museumsleute und Sammler vor Publikum diskutieren sollten.
Wer die zentralen Werke der vergangenen 10 bis 15 Jahre suche, müsse in die privaten Sammlungen gehen, sagte Fleck. Wenn er sich anschaue, was die Sammler seinem Haus an Listen zur Verfügung gestellt hätten, «so ist das eine riesige virtuelle Sammlung». Fleck: «Den Besuchern wollen wir im kommenden Jahr vorführen, was die Sammler - die sind ja Experten - jetzt so wichtig finden, dass sie es jetzt der Öffentlichkeit zeigen möchten.» |
























































