| Wiederaufbau Dresdner Schloss: Fürstengalerie |
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| Mittwoch, 22. Juli 2009 um 14:47 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Beim Wiederaufbau des Dresdner Schlosses wird im August ein weiterer Abschnitt vollendet. Die 40 Meter lange und 400 Quadratmeter große Fürstengalerie präsentiert sächsische Herrscher in Gemälden und Büsten. Sie verbindet die Englische Treppe mit dem neuen Teil der Schatzkammer Grünes Gewölbe, die Restaurierung kostete 3,3 Millionen Euro, teilte das Finanzministerium am Mittwoch mit. Mit einer Ausstellung von Kunstschätzen aus den königlich- dänischen Sammlungen und Dresdner Beständen wird die Galerie am 23. August im Beisein der dänischen Königin Margrethe II. eröffnet.
Nach Angaben von Finanzstaatssekretär Wolfgang Voß soll die Fürstengalerie künftig auch für Staatsempfänge dienen. Fünf Kronleuchter unterstreichen die Festlichkeit des Raumes. Die Wandseite ist mit rotem Brokat bespannt, was die Wirkung der Gemälde steigern soll. Den Boden bilden Steinplatten aus Theumaer Schiefer. Hinter der Fürstengalerie folgt in Richtung Grünes Gewölbe ein Raum, in dem die Kunstsammlungen die Restaurierung des Historischen Grünen Gewölbes mit diversen Exponaten und Informationstafeln dokumentieren.
Laut Finanzministerium liegt der Wiederaufbau des Schlosses im Zeit- und Finanzplan. Bis 2013 soll das Gebäude komplett fertig sein, die Kosten liegen bei 337 Millionen Euro. Diese Zahl wird schon seit 2002 genannt. 1991 war das Vorhaben, das schon zu DDR-Zeiten begann, auf etwa 600 Millionen Mark geschätzt worden. Derzeit wird unter anderem der Große Schlosshof saniert. Er besitzt die akustische Qualität eines antiken Theaters und soll daher später auch für Musik und Theater genutzt werden. Die Schlosshöfe selbst bleiben bis zum späten Abend unabhängig von den Schließzeiten der Museen geöffnet.
Das Schloss gilt unter Fachleuten als architektonisches Kleinod. 1289 wurde hier erstmals ein Kastell erwähnt. Mitte des 16. Jahrhunderts erweiterten Baumeister vorhandene Substanz zu einer Anlage im Renaissancestil. Nach einem verheerenden Brand erfolgte von 1717 bis 1719 ein erster Wiederaufbau. Umbauten gab es zuletzt zwischen 1889 und 1901. Damals wurden auch hölzerne Balken durch Stahlträger ersetzt - ein glücklicher Umstand. Denn die Bombennacht vom 13. Februar 1945 verwandelte das Schloss in eine Ruine. Von der Bausubstanz blieben nur etwa 15 bis 20 Prozent übrig. Experten gegen davon aus, dass die Stahlträger die Überreste zusammenhielten. |
























































