| art 8/09: Subversive Kunst - Kassenschlager der Kunstgeschichte |
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| Freitag, 24. Juli 2009 um 18:51 Uhr | ||
Hamburg (ots) - Subversive Kunst steht für Überraschungseffekte, Täuschungsmanöver und Desinformation, Sabotage, Zweckentfremdung und Überidentifikation. Das Kunstmagazin art stellt in seiner aktuellen Ausgabe die neue Politkunst und einige ihrer Vertreter vor.
Die Schöpfungsgeschichte der Moderne ist eine Geschichte radikaler Kulturkämpfer und kriegerischer Rhetorik, so hat sich die subversive Kunst ihre Taktik von Guerillakriegen abgeschaut. Als aktuelles Zeitgeistphänomen ist die Subversion zu einer einfachen Kommunikationsmethode geworden, dessen Hauptanliegen die Selbstinszenierung darstellt. Selbst die Industrie betreibt Guerillamarketing, indem sie Street-Artists engagiert, die ihre Slogans illegal sprühen. Subversion ist der Kassenschlager der Kunstgeschichte.
Die Grenzen zwischen der politisch-revolutionären und künstlerisch-aventgardistischen Subversion sind fließend. So wird zum Beispiel nationalsozialistische Ästhetik parodiert, um die Identifikationsmerkmale der rechten Szene zu zerstören. Die Künstler verhalten sich wie Parasiten, indem sie den Organismus mit Leidenschaft attackieren, um ein wenig Chaos in die Ordnung zu bringen. Durch den ungebrochenen Wunsch nach mehr Authentizität und Intensität zeigt sich, dass der Kapitalismus die Sehnsucht nach Rebellion nicht auszulöschen vermag.
Laut Ruppe Koselleck, einem Subversions-Künstler, stellt diese eine andere, mögliche Version oder Vision der Wirklichkeit dar. Subversions-Künstler sind Künstler, die nicht nur die Gegenwart reflektieren, sondern auch für eine andere Zukunft kämpfen. Tags: k
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