| Werkverzeichnis von Henry van de Velde |
|
|
|
| Dienstag, 28. Juli 2009 um 05:11 Uhr | ||
Weimar (dpa) - Mehr als 50 Jahre nach dem Tod des belgischen Architekten und Designers Henry van de Velde (1863-1957) gibt die Klassik Stiftung Weimar ein sechsbändiges Werkverzeichnis heraus. Mitte August erscheine der erste Band «Metallkunst» in deutscher und englischer Sprache, teilte die Stiftung am Montag mit. Damit werde eine Forschungslücke geschlossen. Das Buch in hochwertiger Leinen- Ausstattung zeige in mehr als 2000 Abbildungen Schmuck, Korpuswaren, Bestecke und Beleuchtungen, darunter eine Fülle wiederentdeckter Arbeiten des Wegbereiters der Moderne. Zusammen mit technischen Daten, Entwürfen und zeitgenössischen Fotos geben sie Einblick in seinen Schaffensprozess.
Weitere Bände erscheinen zu seinen Kreationen in Textil, Keramik, Porzellan, Möbel und Raumkunst. Er hat nach Expertenschätzung auf diesen Gebieten bis zu 5000 Entwürfe hinterlassen. Bislang existieren nur Werkverzeichnisse für Architektur und Buchkunst. Van de Velde hatte seine 15 produktivsten Jahre, von 1902 bis 1915, in Weimar verbracht. In der Klassikerstadt entwarf er - bis zu seinem ungewollten Weggang im Ersten Weltkrieg als «feindlicher Ausländer» - unter anderem stilprägende Wohnhäuser und die zum Weltkulturerbe zählenden Kunstschulbauten, heute Sitz der Bauhaus-Universität.
Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Die Klassik Stiftung arbeitet dazu nach eigenen Angaben mit 100 öffentlichen und privaten Einrichtungen und Sammlern zusammen. Zu etwa zwei Dritteln befinden sich seine Werke im Besitz öffentlicher Sammlungen in Belgien, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. Der Rest ist über die ganze Welt verstreut. |
























































