| Minister: «Kultur-Apartheid» in Brasilien |
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| Dienstag, 28. Juli 2009 um 05:12 Uhr | ||
BrasÃlia (dpa) - 96 Prozent der fast 190 Millionen Brasilianer waren noch nie im Museum, 93 Prozent noch nie in einer Kunstausstellung und nur etwa 14 Prozent gehen mehr oder weniger regelmäßig ein Mal im Monat ins Kino. Der Hauptgrund: Die Wenigsten können es sich leisten. Brasilien erlebe eine «kulturelle Apartheid», sagte Kulturminister Juca Ferreira am Montag in BrasÃlia. «Das heißt: Wie haben es in 500 Jahren (seit der Entdeckung Brasiliens» nicht geschafft, die brasilianische Bevölkerung in das Kulturleben zu integrieren.» Apartheid steht für die systematische Rassentrennung vor dem Wandel in Südafrika.
Die ernüchternde Bilanz soll nach Willen von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva nicht so bleiben. Seine Regierung leitete dem Parlament einen Gesetzentwurf zu, der die Schaffung eines «Kultur-Gutscheines» im Wert von 50 Reais (rund 18 Euro) vorsieht. Durch die Maßnahme sollen die Ärmsten Zugang bekommen zu kulturellen Aktivitäten, Büchern und DVDs, sagte Lula in seinem wöchentlichen Programm «Café com o Presidente». Von der Initiative würden nach Schätzungen Ferreiras etwa zwölf bis 14 Millionen Brasilianer profitieren. |
























































