| Kostbarer Burgkmair-Flügelaltar wird ausgestellt |
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| Freitag, 31. Juli 2009 um 19:36 Uhr | ||
München (dpa/lby) - Restauratoren waren reihenweise an ihm verzweifelt und stellten ihn schließlich entnervt ins Depot. Jetzt ist der Sigismund-Sebastians-Altar des Renaissancemalers Hans Burgkmair (1473-1531) zum ersten Mal seit 80 Jahren wieder öffentlich zu sehen. Die Alte Pinakothek in München zeigt das Werk aus dem Jahr 1505 bis zum 1. November, anschließend geht der Flügelaltar als Leihgabe an das Germanische Nationalmuseum nach Nürnberg, wie die Pinakothek am Freitag mitteilte.
Das wiederentdeckte Kunstwerk hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Burgkmair schuf den Altar nach Angaben der Pinakothek für den sächsischen Kurfürsten Friedrich den Weisen. 1642 tauchte er in den Inventaren der Münchner Kammergalerie des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern auf - ein aus heutiger Sicht nicht gerade glücklicher Ort für Kunstwerke. Wie in zahlreichen weiteren Fällen ließ Maximilian den Altar nach seinem Geschmack umgestalten und übermalen und unter anderem den Goldgrund entfernen.
Im 20. Jahrhundert versuchten sich dann mehrere Restauratoren daran, den Originalzustand wieder herzustellen, weitere Veränderungen wurden vorgenommen. Schließlich gaben die Restauratoren auf und ließen den Altar im Depot verschwinden. Die Zeit verging zugunsten des Kunstwerks: Heute werde auch die Geschichtlichkeit eines Kunstwerkes akzeptiert, erläuterte die Pinakothek in ihrer Mitteilung. Daher werde der Altar gezeigt, ohne dass die Veränderungen wieder rückgängig gemacht wurden. |
























































