| Plakate mit Gartenträumen aus zwei Jahrhunderten |
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| Freitag, 31. Juli 2009 um 19:37 Uhr | ||
Hannover (dpa/lni) - Mit Gartenträumen aus zwei Jahrhunderten beschäftigt sich eine Ausstellung im Wilhelm-Busch-Museum Hannover. Die Plakate zu Blumen- oder Gartenausstellungen spiegeln die Sehnsucht des Städters nach der Natur als verlorenem Paradies wider. Die Schau «Gartenträume - Plakatkunst von Mucha bis Staeck», die am Sonntag eröffnet wird, umfasst 150 Werke aus einer Privatsammlung sowie Leihgaben aus dem Deutschen Plakat Museum Essen.
Die Gestalter bedienten sich zunächst meist der Bildsprache der Malerei. Der verspielte Jugendstil und die klaren Linien der Neuen Sachlichkeit fanden später Eingang in die Plakatkunst. «Die Plakate sind die "Schreier der Straße"», sagte Museumsdirektor Hans Joachim Neyer. Damals wie heute seien sie für die Werbung unverzichtbar. Als die Plakate noch nicht in DIN-Norm gepresst waren, wurden sie auf mehrere meterhohe Hauswände und sogar auf das Straßenpflaster geklebt. Das größte Plakat der Ausstellung ist etwa drei Meter hoch.
Ein Plakat von Alfons Maria Mucha steht sogar im engen Zusammenhang mit dem Namensgeber des Museums. «Es zeigt eine Frau mit einer Schachtel Zigarettenpapier. Diese Marke hat auch immer Wilhelm Busch benutzt, um seine Zigaretten zu drehen», erläuterte Neyer.
Zu sehen sind die Werke bis zum 11. Oktober. Die Ausstellung sei nicht nur kunstgeschichtlich, sondern auch kulturgeschichtlich interessant, teilte das Museum am Freitag mit. Die Plakate zeigten die tiefgreifenden Veränderungen in unserer Wahrnehmung der Natur. Aufgegriffen werden Themen wie die exotische Blumenschau, die Gartenlaube, der Hausgarten bis zur Parkstadtbewegung, Begrünung der Städte und Renaturierung der Landschaft. |
























































