| Triennale bietet satirische Sicht auf die Provinz |
|
|
|
| Montag, 01. Juni 2009 um 17:56 Uhr | ||
Greiz (dpa/th) - Ihren satirischen Blick auf die Provinz zeigen 47 renommierte Karikaturisten und Cartoonisten bei der Karikaturen- Triennale in Greiz. Unter dem Titel «Im Dschungel der Kleinstadt» sind etwa 250 Arbeiten zu sehen. Anlass für diese Themenwahl sei die 800-Jahr-Feier der Stadt Greiz, sagte die Leiterin des Greizer Sommerpalais, Eva-Maria von Máriássy, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Wir haben das Thema dann auf die Kleinstadt an sich ausgedehnt.» Die Schau wird am kommenden Samstag (6. Juni) eröffnet und ist bis zum 4. Oktober zu sehen. Die Karikaturen-Triennale ist in ihrer Form einzigartig in Deutschland und seit 1994 eine bundesdeutsche Institution. Zu den bisherigen Themen gehörten die deutsche Einheit (2000), die Spaßgesellschaft (2003) und der Fußball (2006). Angesichts des umfangreichen Programms im Greizer Jubiläumsjahr hofft von Máriássy, dass erneut mehrerer Tausend Gäste die Ausstellung besuchen und die früheren Zahlen übertroffen werden. Im Gegensatz zu anderen bekannten Karikaturen-Ausstellungen sei die Triennale kein Wettbewerb, sondern habe einen musealen Charakter, erklärte von Máriássy. Im Mittelpunkt stünden die Karikatur, der Cartoon und die komische Zeichenkunst. Heute werde der Großteil der Arbeiten am Computer erstellt, bedauerte die Expertin. «Wir hätten gern, dass die Karikaturisten mehr mit dem Handwerkzeug des Künstlers arbeiten.» Von diesem Kriterium hätten sich die Ausstellungsmacher aber in den vergangenen Jahren weitgehend verabschiedet. «Sonst würde ein Großteil der wirklich guten Karikaturisten herausfallen.» Allerdings sei eine Rückkehr zu den traditionellen Arbeitsweisen erkennbar. «Das Pendel schlägt derzeit wieder zur anderen Seite aus», beobachtet von Máriássy. «Es gibt wieder Karikaturisten, die großformatig mit Stiften malen. Das ist richtig arbeitsintensiv.» Das Satiricum im Greizer Sommerpalais wurde 1975 als nationale Karikaturensammlung der DDR gegründet. Seither wurden Arbeiten von Karikaturisten und Pressezeichnern der DDR erworben; ab 1990 wurde die Sammlung auf den gesamten deutschsprachigen Raum ausgedehnt. Zur Sammlung gehört auch ein umfangreicher Fundus an historischen Karikaturen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Gespräch: Andreas Hummel, dpa
|
























































