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Montag, 01. Juni 2009 um 17:59 Uhr |
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Bad Wilsnack (dpa/bb) - Unter dem Titel «Gott kann nichts dafür» werden seit Montag in der Bad Wilsnacker Kirche St. Nikolai (Prignitz) politische Karikaturen zu Macht und Einfluss der Kirche in der Geschichte bis heute gezeigt. Themen sind dabei nach Angaben der Veranstalter das historische Verhältnis zwischen Kirche und Staat, Gängelungen der Meinungsfreiheit oder auch die Rivalität der Konfessionen. Kurator der jetzt eröffneten Ausstellung in der «Wunderblutkirche» ist der niederländische Kriminologe und langjährige Universitätsprofessor Koos van Weringh, der als führender Sammler politischer Karikaturen gilt. Die Bezeichnung des Gotteshauses geht auf die mittelalterliche Wunderblut-Legende aus dem Jahr 1383 zurück, an die sich eine mehr als 170 Jahre dauernde Wallfahrtsbewegung anschloss. Die Legende besagt, dass ein Wilsnacker Pfarrer nach einem Überfall auf das Dorf und einem verheerendem Brand drei unversehrte Hostien (Abendmahlsbrot) fand, die Blutflecken aufwiesen. Kurz darauf soll es zu verschiedenen Wundern gekommen sein. Die Karikaturen-Ausstellung ist Teil der diesjährigen Veranstaltungsreihe von Kulturland Brandenburg mit den Ministerien für Kultur und Infrastruktur als Förderern.
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