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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Künstler sehen Kultur in Pankow in Gefahr PDF Drucken E-Mail
Montag, 01. Juni 2009 um 17:59 Uhr

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Berlin (dpa/bb) - Mehrere Künstler, Ausstellungsmacher und Kulturmanager sehen die vielfältige Kulturszene in Pankow-Prenzlauer Berg in großer Gefahr. Als Begründung nennen die Angehörigen des «Beirats zur Förderung von Kunst und Kultur» in einem Offenen Brief an den Kulturstadtrat Michail Nelken die ihrer Ansicht nach bedrohliche finanzielle Situation des Bezirks, sie sprechen von «finanzieller Zwangsverwaltung».   

Das bedeute, dass freie Kunst- und Kulturprojekte im laufenden Jahr 2009 nicht mehr gefördert werden. Allein im 1. Halbjahr seien 73 Anträge von Künstlern, Projektmachern und Institutionen eingereicht und nicht finanziert worden. In dem am Montag veröffentlichten Brief fordern sie den Stadtrat auf, sicherzustellen, dass die Projektförderung ab Januar 2010 wieder aufgenommen wird.   

Der Stadtbezirk Pankow mit seinem Ortsteil Prenzlauer Berg lebe von seinem Ruf, «einer äußerst lebendigen künstlerischen und kulturellen Szene Heimat zu bieten», heißt es in dem Offenen Brief. «Hier sind nicht die großen Theater und Opern gelegen, aber hier werden Projekte in die Welt gebracht, Bühnen diesseits und jenseits des Off bieten täglich Programm, Ausstellungen der bildenden oder der Medienkünste, Tanzbühnen haben sich bestens und anerkanntermaßen etabliert, Autoren leben und schreiben hier. Allein die Dichte an Künstlern und Kulturschaffenden pro Quadratkilometer dürfte in Deutschland ihresgleichen suchen», betonen die Unterzeichner des Briefes.   

Ferner heißt es darin: «Kreativwirtschaft und Kultur machen den Charme des Bezirks Pankow aus, halten den Prenzlauer Berg am Leben und in der öffentlichen Aufmerksamkeit, sie sichern Zuzug, Touristenströme, kurz: Kultur ist hier lebensnotwendig und ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor.» Jetzt aber drohten kulturelle Angebote und Initiativen wegzubrechen, seien Kulturorte und Existenzen bedroht. «Das kulturelle Leben, die kulturelle Infrastruktur nehmen längerfristig Schaden.»   

Unterschrieben ist der Offene Brief unter anderem von Daniel Küchenmeister (Historiker, Ausstellungskurator), Christiane Lange (Literatur- und Kulturwissenschaftlerin), dem Maler und Grafiker Martin Seidemann, dem Kulturmanager Guido Suchomski sowie von der Theaterwissenschaftlerin und Dramaturgin Andrea Zagorski. Der Bezirk Pankow ist mit 362 000 Einwohnern der bevölkerungsreichste Bezirk der Hauptstadt. Bei der Berliner Bezirksfusion wurde er aus den früheren Bezirken Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee gebildet.



Tags: pankow  prenzlauer  brief  berg  leben  Administrator  
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