| Museum zu Maler Roger Loewig wird eröffnet |
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| Donnerstag, 04. Juni 2009 um 05:32 Uhr | ||
Belzig (dpa) - Ein Museum mit Gedenkstätte in Erinnerung an den Maler und Dichter Roger Loewig (1930-1997) wird am Samstag in Belzig (Brandenburg) eröffnet. In dem Wohnhaus von Freunden, in dem sich Loewig 1964 bis 1972 und erneut nach der Wende regelmäßig aufhielt, werden Bilder, Prosatexte oder auch Zeichnungen präsentiert, wie der Landkreis am Mittwoch mitteilte. Loewigs zentrales Thema seiner von surrealistischen und fantastischen Zügen geprägten Arbeiten war die Teilung Deutschlands. Gleich seine erste, 1963 im privaten Kreis im damaligen Ost-Berlin organisierte Ausstellung, brachte Loewig wegen seiner kompromisslosen Mauerbilder in ein DDR-Gefängnis. Die Stasi verhaftete ihn wegen «staatsgefährdender Umtriebe». Seine Bilder, Manuskripte und Bücher wurden beschlagnahmt. Ein Jahr lang saß Loewig in Untersuchungshaft, bevor er von der Bundesregierung freigekauft wurde. Als er entlassen wurde, entstanden Lithographien und Zeichnungen, auf denen er die schockierenden Erfahrungen verarbeitete. Am 12. September 1972 durfte Loewig schließlich in den Westen übersiedeln, wo er seinen Wohnsitz in West-Berlin nahm. Loewigs Arbeiten wurden in über 100 Einzelausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Als einziger deutscher Künstler konnte er 1991 im Lagermuseum in Auschwitz ausstellen. |
























































