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Donnerstag, 04. Juni 2009 um 20:57 Uhr |
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Venedig (dpa) - Die Konfrontation demokratischer und herrschaftlicher Architektur hat der britische Künstler Liam Gillick für den deutschen Beitrag der 53. Kunstbiennale in Venedig gewählt. «Damit folgt er vielen seiner Vorgänger, die sich ebenfalls von der Architektur des Pavillons inspiriert haben lassen», sagte Kurator Nicolaus Schafhausen am Donnerstag in Venedig bei der Eröffnung des Deutschen Pavillons. Gillick hat im Inneren des strengen, weißen Gebäudes eine schlichte Einbauküche aus Tannenholz gebaut - nach dem Vorbild der «Frankfurter Küche» von 1926. Die habe Modernität und die Utopie eines komfortableren Lebens symbolisiert, sagte Schafhausen. Im krassen Gegensatz dazu steht der 100 Jahre alte Pavillon, den die Nazis in den 1930er Jahren im Stil der heroischen Herrschaftsarchitektur umgestaltet hatten. Unter dem Motto «Weltenmachen» öffnet sich die 53. Kunstbiennale an diesem Sonntag dem Publikum. Mehr als 90 Künstler aus 77 Nationen präsentieren bis zum 22. November alle Gattungen der Kunst - Malerei, Installation, Videoarbeiten, Fotografie, Performance, Skulpturen und Zeichnungen. Erstmals dabei sind Montenegro, Monaco, das westafrikanische Land Gabun, der ostafrikanische Inselstaat Comoros und die Vereinigten Arabischen Emirate. Mit dem Motto solle der kreative Prozess der Künstler in den Mittelpunkt gestellt werden, hatte der Biennale-Direktor Daniel Birnbaum angekündigt. Birnbaum leitet die Frankfurter Städelschule, die zu den wichtigsten Kunstakademien Deutschlands zählt.
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