| Still und monumental - Sammlung Lafrenz in Wiesbade |
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| Freitag, 05. Juni 2009 um 12:58 Uhr | ||
Wiesbaden (dpa/lhe) - Moderne Kunst der 60er und 70er Jahre aus der bedeutenden Privatsammlung Lafrenz zeigt das Museum Wiesbaden in einer neuen Ausstellung. Der 1999 gestorbene Hamburger Unternehmer Klaus Lafrenz hat aus jener Zeit nicht die bunte, blumige Popart gesammelt, sondern schlichte, strenge, auf wenige Grundformen reduzierte Werke der Minimal Art oder der Arte Povera (arme Kunst). Die Schau, die am Samstag eröffnet wird und bis Ende Januar 2010 läuft, zeigt Klassiker dieser Kunstrichtungen wie Sol LeWitt, Brice Marden, Mario Merz, Donald Judd und Richard Long. Lafrenz' Sohn Björn hat die Sammlung um junge Künstler erweitert, die in dieser Tradition arbeiten, wie Andreas Reiter Raabe und Michael Pfisterer. Das Museum Wiesbaden spricht von einer «stillen Avantgarde». Grau in allen Abstufungen ist der vorherrschende Farbton der Gemälde zum Beispiel bei Jake Berthot, Alan Charlton und Rolf Rose. Gleichzeitig sind die meisten Werke in ihren Abmessungen monumental wie bei David Novros, dessen Fries «Four Seasons» (1974) in den großen Sälen des Wiesbadener Museums eine ganze Wand einnimmt. Ein eigener Saal ist dem Minimalisten Donald Judd gewidmet und seinen gigantischen «Seven Cubes». Auf den Böden prangen große Steinkreise, gelegt aus Kalkstein oder Schiefer, von Richard Long. Natürliche Materialien aus der bäuerlichen Lebenswelt waren die Werkstoffe der Arte Povera. Beispielsweise setzte Michael Merz auf seinem «Spiraltisch mit Iglu» (1989/95) Weidenruten, Wachs und Schwefel ein.
Internet: www.museum-wiesbaden.de |
























































