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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Keine langweilige Kunst - Baldessari auf der Biennale PDF Drucken E-Mail
Samstag, 06. Juni 2009 um 11:09 Uhr

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Von Britta Schmeis, dpa

Venedig (dpa) - Baldessaris Versprechen begrüßt Venedigs Besucher schon vom Wasser aus: «I will not make anymore boring art» (Ich werde keine langweilige Kunst mehr machen) steht in großen Lettern auf einem Banner an einem der Palazzi in unmittelbarer Nähe zum Markusplatz. Schon 1971 hatte er diesen Satz in einer Kunstaktion stets wiederholend aufgeschrieben. Es sei ein Versprechen an sich, an seine Schüler und alle, die seine Kunst mögen, gewesen, erzählte er 

Im Vorfeld der 53. Kunstbiennale in Venedig, die am Sonntag fürs Publikum ihre Pforten öffnet. Neben der Japanerin Yoko Ono sollte John Baldessari dort am Samstagabend für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet werden - unter anderem, weil er als einer der wichtigsten Kunstlehrer gilt.   

Dabei war die Lehrtätigkeit für den 77-Jährigen zunächst nur ein Mittel zum Zweck. «Für mich war es ein Weg, um Geld zu verdienen und dann habe ich es so gestaltet, dass es mir Spaß macht», sagte der Künstler. Mit Erfolg, denn seit 1970 hat er immer wieder als Kunstprofessor an verschiedenen Universitäten vor allem in Kalifornien, wo er aufgewachsen ist und heute noch lebt, gearbeitet. «Ich sehe Studenten nicht als Studenten, sondern als junge Künstler, die sich eben noch ausprobieren.»   

Einen akademischen Ansatz an die Kunst verabscheut er ohnehin - vor allem seit er 1970 in seiner aufsehenerregenden Aktion «Cremation Project» alle seine bis dahin entstandenen Gemälde verbrannte - nicht ohne sie vorher noch auf Dias festzuhalten. «Damit ich mich erinnern kann», wie der Mann mit den schlohweißem langen Haar und dem ebensolchen Bart in Venedig erzählte.   

«Bis dahin dachte ich, dass die Malerei die einzig wahre Kunst ist», sagte Baldessari, der von sich auch sagt, dass er nicht mal wusste, dass es Picasso und Matisse überhaupt gibt, bis er ins College kam. Nach dieser Verbrennungsaktion habe er versucht, herauszufinden, was für ihn Kunst bedeutet. Und er wurde zu einem der Gründer der konzeptuellen Kunst, beschäftigte sich fortan mit Video Performance, Collagen, Gemälden und Fotoarbeiten. Und er spielte stets mit Sprache, wie er mit der ständigen Wiederholung des Satzes «I will not make anymore boring art» zeigte und damit sich selbst karikierte. Denn für Baldessari ist Kunst immer dann langweilig, wenn sie nur Bestehendes wiederholt oder nachahmt. Für die Biennale hat dieser Spruch daher geradezu eine prophetische Bedeutung.   

Baldessari hat für die 53. Ausgabe der internationalen Kunstschau in der Lagunenstadt unter anderem den ehemaligen Italienischen Pavillon, der künftig als zentraler Ausstellungs- und Kunstraum dienen soll, von außen bemalt - mit einem Meerespanorama in leuchtenden Blautönen, die Säulen weißgestrichen und darüber in großen Lettern «la Biennale». Der Besucher steht so vor einem großen weiten Meer und hat das Wasser des Canale di San Marco im Rücken - oder umgekehrt. Offensichtlich hat sich Baldessari, der in der kommenden Woche (17. Juni) 78 wird, mit der Malerei versöhnt. «Man kann den Maler nun mal nicht von dem Künstler separieren», sagte er denn auch.

(Internet: www.baldessari.org   www.labiennale.org)

 

 



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