| Von der Heydt-Museum entdeckt «Goldenes Zeitalter» neu |
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| Montag, 08. Juni 2009 um 17:21 Uhr | ||
Wuppertal (dpa/lnw) - Die niederländische Malerei des «Goldenen Zeitalters» will das Von der Heydt-Museum in Wuppertal in der Ausstellung «Freiheit, Macht und Pracht» neu entdecken. In der Schau, die vom 21. Juni bis zum 23. August zu sehen ist, sollen Gemälde von berühmten Malern wie Peter Paul Rubens, Jacob van Ruisdael oder David Teniers in ihrem von Kriegs- wie Friedenszeiten geprägten, historischen Zusammenhang gezeigt werden. Im 16. und 17. Jahrhundert habe es eine einzigartige kulturelle und wirtschaftliche Blüte gegeben, heißt es in einer Pressemitteilung des Museums: «Tausende Gemälde aller Gattungen entstanden.» Zugleich aber sei die Zeit durch Kriege erschüttert worden - ein «eigenartiger Widerspruch». In zehn Kapiteln erklären Gemälde historische Ereignisse aus den Bereichen Politik, Gesellschaft oder Religion. Zu sehen sind Porträts wie die aus Privatbesitz nach Wuppertal geliehenen Konterfeis der Statthalter Spaniens in den damals habsburgischen Niederlanden: Erzherzog Albrecht mit Frau Isabella, porträtiert von Barockmaler Rubens. Im Kapitel «Nationalgefühl» stehen typisch holländische Landschaften mit Windmühlen auf dem plattem Land ebenso wie propere Stadtansichten mit Rat- und repräsentativen Bürgerhäusern für einen zunehmenden bürgerschaftlichen Stolz gepaart mit neuem Patriotismus in den von Spanien unabhängig gewordenen, nördlichen Provinzen. Zu den hoch gehandelten «Kostbarkeiten» des Goldenen Zeitalters zählte die Tulpenzwiebel als Spekulationsobjekt. Blumenstillleben verdeutlichen den Stellenwert der Tulpe, die - als Währung gehandelt - bis zum «Tulpencrash» in den späten 1630ern unermesslichen Reichtum bedeutete. Zu den den blühenden Handel illustrierenden Bildern in der Ausstellung gehören auch luxuriöse Stillleben übers Essen, Porträts erfolg- und einflussreicher Kaufleute sowie Ansichten von Institutionen wie der Stadtwaage in Amsterdam ebenso wie der dort neu erbauten Börse. Internet: www.von-der-heydt-museum.de |
























































