| Art Basel: «Statt Geld herausragende Qualität» |
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| Dienstag, 09. Juni 2009 um 14:33 Uhr | ||
Basel (dpa) - «Statt Geld herausragende Qualität» lautet das Leitmotiv der am Mittwoch beginnenden Art Basel, die damit der weltweiten Finanzkrise die Stirn bieten will. «Wir haben auf starke Inhalte und Ideen gesetzt, statt auf den monetären Aspekt», sagte Marc Spiegler am Dienstag in Basel, der zusammen mit Annette Schönholzer die weltweit größte Messe für Gegenwartskunst leitet. Auf der Liste der rund 2 500 Künstler, die bis zum 14. Juni auf den Ständen der 300 Hand verlesenen Galerien zu sehen sind, fallen verstärkt Namen auf, die für Bewährtes stehen wie Georg Baselitz, Ludwig Kirchner, Francis Bacon, Lucio Fontana oder George Grosz. «Die Ausstellungstücke der Galerien sind hervorragend», erklärte auch Spieglers 45 Jahre alte Kollegin Schönholzer. Die Kunsthändler, Kuratoren und Kunstliebhaber könnten sich in den kommenden vier Tagen auf ein tolles Angebot freuen, sagte sie. Auch für großformatige, experimentelle Werke ist auf der Schau Platz, wie der Sonderbereich der Art Unlimited mit 60 riesigen Arbeiten zeigt, darunter das Gemälde-Ensemble von Sigmar Polke «Cloud Paintings». Trotz der Finanzkrise und der möglicherweise zu erwartenden weniger spektakulären Umsätze bewegen sich die Preise vieler Werke wieder im siebenstelligen Bereich. Die Qual der Wahl war dieses Jahr besonders groß. Denn mit 1 100 Ausstellern hat die Nummer eins der Kunstmessen den bisherigen Rekord von 1 000 im Jahr 2008 übertroffen. «Wir mussten eine strenge Auswahl treffen, noch strenger als letztes Jahr», erklärte Spiegler. Von den 300 Ausstellern sind mehr als 99 Prozent Wiederkehrer. Die hochkarätige Liste der Aussteller für klassische Kunst des 20. Jahrhunderts konnte sogar ergänzt werden. So sind Knoedler & Company (New York), die Galerie Zlotowski aus Paris und die Kölner Galerie Susanne Zander erstmals mit dabei. Auch im Bereich der zeitgenössischen Kunst gab es Neuzugänge wie die Berliner Galerie Johann König und Dvir Gallery aus Tel Aviv. Nur zwei Galerien hätten abgesagt, weil sie schließen mussten, sagte Spiegler. Von den rund 300 Galerien stammen 75 aus den USA, gefolgt von Deutschland mit 56 und der Schweiz mit 33. Ein Höhepunkt der 40. Art Basel sei die Künstler-Oper «Il Tempo del Postino» am Theater Basel, die an drei Abenden zweieinhalb Stunden lang Performances von mehr als 15 Künstlern zeigt. «Das ist sozusagen unser Geburtstagsgeschenk an unser Publikum», meinte Schönholzer, die daran erinnerte, dass die Art Basel innerhalb der vergangenen vier Jahrzehnte zur «Königin der Messen» wurde. Die Messe sei von 90 Galerien Anfang der 70er Jahre auf 300 angewachsen, ein Grund mehr zuversichtlich in die Zukunft zu blicken, meinte Schönholzer.
Internet: www.artbasel.com |
























































