| Raubkunst-Stelle soll bis 2016 im Land bleiben |
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| Dienstag, 09. Juni 2009 um 14:35 Uhr | ||
Magdeburg (dpa/sa) - Die Koordinierungsstelle zur Dokumentation von NS-Raubkunst und Beutekunst soll nach dem Willen von Sachsen- Anhalts Landesregierung bis 2016 in Magdeburg bleiben. Das entschied das Kabinett am Dienstag in Magdeburg. Bis dahin finanzieren Bund und Länder die Stelle laut einem Beschluss der Kultusministerkonferenz gemeinsam. Die Einrichtung nimmt Meldungen von Museen, Bibliotheken, Archiven und Privatleuten entgegen und stellt sie in ihre öffentlich zugängliche Online-Datenbank «www.lostart.de». Das Angebot verzeichnet derzeit mehr als 110 000 detailliert und mehrere Millionen summarisch beschriebene Kulturgüter. Erfasst sind Gegenstände, die infolge der NS-Gewaltherrschaft und des Zweiten Weltkriegs von ihrem Ursprungsort weggebracht oder insbesondere jüdischen Eigentümern entzogen worden sind. Laut Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) gibt es weder national noch international eine ähnliche Koordinierungsstelle. Sie war 1994 in Bremen gegründet worden und ist seit 2001 beim Kultusministerium in Magdeburg angesiedelt. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) bekräftigte am Dienstag, dass es in der Frage der NS-Raubkunst für die Bundesrepublik keinen Schlussstrich gebe. Sachsen-Anhalt setze mit seiner Entscheidung als Sitzland der Koordinierungsstelle als erstes Land die politische Einigung zwischen Bund und Ländern um, die NS-Raubkunst und Beutekunst auch künftig zu dokumentieren. «Die Koordinierungsstelle ist ein herausragender Beitrag für die Umsetzung meines Anliegens, die Suche und Restitution von NS-Raubkunst zu intensivieren und zu professionalisieren», sagte er laut einer Mitteilung. Internet: www.lostart.de |
























































