| Art Basel atmet nach gutem Messestart auf |
|
|
|
| Dienstag, 09. Juni 2009 um 16:41 Uhr | ||
Von Sabine Glaubitz, dpa Basel (dpa/ls) - Es drängeln sich weder weniger Kunsthändler und Museumsdirektoren in den Gängen der 40. Art Basel, noch scheint das Kaufinteresse geringer geworden zu sein. Wenn das viertägige Welttreffen der Gegenwartskunst so verläuft wie die Vorbesichtigung am Dienstag, dann hat sich die Zuversicht der Organisatoren bewahrheitet: Auch im 40. Lebensjahr geht es der Messe noch gut - trotz Finanzkrise. «Wir haben so viele Bewerber gehabt wie noch nie, die Qualität der Galerien und Werke ist ausgezeichnet und die ersten Stücke sind bereits verkauft», sagte Marc Spiegler, einer der Leiter der Kunstmesse am Dienstag. So verliefen die ersten Stunden der Preview für viele der Galerien durchaus vielversprechend. «Wir haben so viele Besucher wie im Vorjahr. Wir haben alle Hände voll zu tun», sagte Eike Dürrfeld von der Berliner Galerie Thomas Schulte. Auf dem Stand, der Künstler wie Juan Uslé oder Allan McCollum ausstellt, herrscht Hochbetrieb. Die ersten Verkäufe waren bereits zwei Stunden nach der Eröffnung der Preview getätigt. «Die Art Basel läuft gut an, so wie immer», sagte der Inhaber der Galerie, Thomas Schulte. Für den Kunstexperte sei der Markt wieder zur Normalität zurückgekehrt. Er erwarte eine Art Basel wie vor vier oder fünf Jahren - kurzum: eine gute Messe. Bei der Galerie Johnen, die einen großformatigen Thomas Ruff für 125 000 Euro zum Kauf anbietet, läuft das Geschäft nicht weniger gut an. «Viele Werke sind schon reserviert», meinte einer der Mitarbeiter. Nur wenige Galerien scheinen sich wirklich Sorgen zu machen. «Der unkultivierte Typ mit seinem Handy, der prahlte, ein Fachmann zu sein, ist völlig verschwunden. Die wahren Sammler sind wieder da», sagt Andrew Fabricant von der amerikanischen Galerie Richard Gray. Bereits bei der Vernissage der beiden Sonderschauen Art Statements und Art Unlimited am Montagabend drängelten sich Tausende von VIPs durch die Halle und es floss reichlich Champagner. «Da wird wieder viel Interessantes gezeigt», sagte ein französischer Galerist. Die Art Statements fördert seit nunmehr zehn Jahren junge Künstler und ist zu einem wahren Karriere-Sprungbrett geworden: Denn wer dort entdeckt wird, wird oft zu wichtigen Ausstellungen eingeladen. Dieses Jahr sind dort 27 Projekte junger Künstler aus aller Welt zu sehen, darunter auch fünf von Deutschen. Dass die Galerien im Zeichen der Krise nicht nur auf Bewährtes setzen wie Arbeiten von Andy Warhol, der gleich in 30 Galerien vertreten ist, oder Tony Cragg, Markus Lüpertz, Anselm Kiefer und Pablo Picasso, dessen Gruppenporträt «La Famille du Jardinier» für 6,5 Millionen Dollar angeboten wird, zeigt auch die Art Unlimited. Hier werden Arbeiten gezeigt, die wegen ihrer Monumentalität sonst auf keiner Messe Platz finden, wie die mehr als fünf Meter hohe Karton-Turmskulptur «Torre de Málaga» von Yoshitomo Nara (600 000 Dollar) oder die 200 000 Euro teure Papierskulptur, die einem Mammut gleicht von Pascale Marthine Tayou. Auch hier war im Vorfeld schon Grund zum Feiern: «Viele der Arbeiten aus diesem Bereich haben schon einen Käufer gefunden», sagte Spiegler. Internet: www.artbasel.com
|
























































