| John Cage - Wegbereiter der modernen Musik |
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| Mittwoch, 10. Juni 2009 um 17:24 Uhr | ||
Waiblingen (dpa/lsw) - Der US-Amerikaner John Cage (1912-1992) war ein Wegbereiter der modernen Musik und steht vor allem für experimentelle Musik. Er wurde zuerst bekannt durch Werke für ein «präpariertes Klavier», bei dem Gegenstände aus Holz, Metall oder Gummi auf die Saiten gelegt werden. Später schuf er experimentelle Kompositionen, deren Klang weitgehend dem Zufall überlassen blieb. Cage schrieb unter anderem Orchesterwerke, Klavierstücke, Computermusik und Opern. In Deutschland wurde Cage vor allem durch das Festival der Neuen Musik in Donaueschingen bekannt. Cage, Sohn eines Erfinders, studierte in seiner Heimatstadt Los Angeles und in Paris. In den 30er Jahren kehrte er in die USA zurück. Aus der Begegnung mit bildenden Künstlern bezog der Musiker viele Anregungen. Er betrachtete Kompositionen nicht als einmal fixiertes, in sich abgeschlossenes Ganzes, sondern als «work in progress», dessen Ergebnis nicht vorausgesehen werden könne. Das Moment des Zufalls spielt in seinen Werken deshalb eine bedeutende Rolle. Der Komponist hat selbst eingeräumt, er habe bei Konzertbesuchen auch manchmal nicht erkannt, dass die Musiker dort seine Werke spielten. Für sein Schaffen außerhalb der Konventionen musste Cage zeitweise scharfe Kritik hinnehmen und geriet über längere Zeit ins Abseits. In den 60er und 70er Jahren blieb er beispielsweise von vielen Veranstaltungen ausgeschlossen, weil seine etablierten Kollegen ihn als Dilettanten und Scharlatan abqualifizierten. |
























































