| Neue Blicke auf Dürer im Jubiläumsjahr |
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| Freitag, 12. Juni 2009 um 18:26 Uhr | ||
Nürnberg (dpa/lby) - 500 Jahre nach dem Kauf des Dürer-Hauses durch den Künstler ermöglicht das Nürnberger Museum neue Blicke auf Werk und Person Albrecht Dürers. Literaten, Architekten, Maler und Markenspezialisten haben sich je auf ihre Weise dem Humanisten angenähert. «Es ist die Vielzahl der Zugänge auf das Universalgenie, das die Ausstellung ausmacht, mit Medien des 21. Jahrhunderts», sagte der Leiter der Städtischen Museen, Matthias Henkel, am Freitag über die «Blicke auf Dürer». Die Schau ist vom 14. Juni bis zum 2. August zu sehen. Im Mittelpunkt stehe die Frage, welche Bedeutung Dürer für die heutigen Kunstschaffenden habe, erläuterte Kurator Sven Hauschke. Ein Höhepunkt sei das auf drei Bildschirmen zu sehende Gespräch des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass' mit den Dürer-Experten Matthias Mende und Peter-Klaus Schuster. «Jedes Statement für sich, jede Äußerung der Diskutanten zeigt die unheimliche Nähe, die sie heute noch zu Dürer haben», berichtete Henkel. Anlässlich des Jubiläums setzte sich der Künstler Jonathan Meese mit Dürers Bildnis seiner Mutter auseinander. Anschließend malte der 39-jährige mehrfach seine eigene Mutter - auf moderne Art und Weise. «Das sind Künstlermanifeste», wertete Kurator Hauschke den ebenfalls per Video zu verfolgenden Schaffensrausch. Die Bedeutung Dürers zeigt sich auch in weniger naheliegenden Bereichen. «Was heute Unternehmen, Marketingagenturen machen, das hat Dürer vor 500 Jahren schon entwickelt», betonte Hauschke. Wie alle bekannten Marken habe Dürer ein Logo gehabt, sich der jeweiligen Zielgruppe angepasst, eine Massenproduktion aufgezogen und sich gegen Plagiate zur Wehr gesetzt. Der «Marke Dürer» aus dem frühen 16. Jahrhundert stellt das Beratungsunternehmen Interbrand Zintzmeyer & Lux deshalb Bestandteile moderner Markenarchitekturen gegenüber. Dürer erwarb das Eckhaus am Tiergärtner Tor in Nürnberg am 14. Juni 1509 und lebte und arbeitete dort bis zu seinem Tod im Jahr 1528. Architekt Volker Staab baut für die Ausstellung in Anlehnung an diesen Ort virtuell ein Künstlerhaus des 21. Jahrhunderts nach. Darüber hinaus feiert die Stadt Nürnberg das Jubiläum des Dürer-Hauses in den kommenden Wochen mit einem umfangreichen Programm. |
























































