| Gilbert & George wünschen sich mehr deutsches Interesse |
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| Freitag, 12. Juni 2009 um 18:27 Uhr | ||
Von Caroline Bock, dpa
Berlin (dpa) - Das Künstlerduo Gilbert & George wünscht sich mehr Interesse der deutschen Museumschefs. Bislang habe noch keiner ein Werk gekauft, sagten die Künstler am Freitag bei der Vorstellung einer Ausstellung in Berlin. In der Galerie Arndt & Partner hinter dem Museum Hamburger Bahnhof sind in einer internationalen Premiere 20 neue Bilder zu sehen. Gilbert & George gehören zu den bekanntesten Künstlern der Gegenwart, sie arbeiten seit mehr als 40 Jahren zusammen. Berühmt wurden sie mit ihrem englischen Gentleman-Look als «lebende Skulpturen». Markenzeichen sind ihre monumentalen Wandarbeiten aus rasterförmig angeordneten Bilder und ihr kompromissloser Umgang mit Sexualität, gespielt naiv und provokant. In den riesigen «Jack Freak Pictures» verarbeiten sie Motive wie Bilder von sich, Medaillen, Bäume und den Union Jack, die britische Flagge. Die beiden mittlerweile 65 und 67 Jahre alten Herren sind bekennende Royalisten. Wie finden sie die Queen? «Sie ist unsere Monarchin, wir akzeptieren das», sagt George. In der «Jack Freak»-Reihe spielen sie mit «Freaks», Menschen, die nicht ins allgemeine Bild passen. «Wir haben immer gedacht, dass wir Außenseiter sind.» Das Duo, mit Schachbrett-Krawatten und in typischen englischen Herrenanzügen, erinnerte auch an die Anfänge seiner Karriere vor Jahrzehnten in Düsseldorf. Damals sei Kunst noch elitär gewesen. Ihr Galerist sei entsetzt gewesen, als die Putzfrau eine Ausstellung mochte. «Heute ist Kunst fast etwas für jedermann», sagte Gilbert, der in Italien geboren wurde. Besonders bei jungen Leuten hätten sie viele Fans. Das Duo lebt im Londoner East End. Galerist Matthias Arndt findet, dass Gilbert & George eigentlich ins Museum gehörten. Aber manchmal müsse man selbst bei etablierten Künstlern Pionierarbeit leisten, sagte er. Die Ausstellung in Berlin, die erste Einzelschau in der Hauptstadt seit 14 Jahren, läuft vom 16. Juni bis zum 18. September. |
























































