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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Staatliche Kunstsammlungen mit leichten Rückgängen PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 16. Juni 2009 um 10:06 Uhr

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Dresden (dpa) - Nach einem sehr guten Jahr 2008 spüren auch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erste Auswirkungen der Wirtschaftskrise. «Ich schätze, dass wir leichte Einbrüche haben», sagte Generaldirektor Martin Roth am Dienstag der Deutschen Presse- Agentur dpa. Es sei aber je nach Museum sehr unterschiedlich. «In den ersten Monaten 2009 ist ein leichter, aber anhaltender Rückgang der Besucherzahlen in allen Museen mit Ausnahme der Galerie Alte Meister festzustellen.» Dieses Museum, in dem sich auch Raffaels «Sixtinische Madonna» befindet, habe «extrem hohe» Besucherzahlen. «Das Grüne Gewölbe verzeichnet leichte Rückgänge, nachdem es jahrelang vollkommen ausverkauft war.»   

Dies sei ja nicht unbedingt von Nachteil für das Publikum, das auf diese Weise schneller zu Karten komme. Obwohl dadurch die Chancen für einen Spontanbesuch höher seien, empfiehlt Roth die Vorbestellung. «Wir sind einfach verwöhnt durch eine Vielzahl von zufriedenen Gästen.» Das Historische Grüne Gewölbe ist nach Angaben von Roth bis einschließlich März nur zu 75 Prozent ausgelastet gewesen. «Von April wurden aber wieder alle verfügbaren Tickets Tag für Tag verkauft», sagte Roth. Insgesamt bestätigte diese Entwicklung die Notwendigkeit eines erheblichen Marketing- und Kommunikationsaufwandes, um die sehr guten Besucherzahlen der Vorjahre zu halten. «In diesen Zeiten ist ein weiterer Anstieg der Besucherzahlen illusorisch.»   

In der Mehrzahl der deutschen Museen habe es bereits im Vorjahr deutliche Einbrüche gegeben, in Dresden dagegen bisher nicht. «Jetzt ist es durchaus spürbar», sagte Roth. Ob dies ein Trend oder eine vorübergehende Erscheinung sei, könne er noch nicht sagen. An der Qualität liege es gewiss nicht. Aber diese leicht negative Entwicklung werde auch von der Stadt selbst begünstigt. «Ausgerechnet in der Saison ist eine Baustelle neben dem Schloss aufgemacht worden, es gibt keine Parkplätze, nur Staub und Dreck», kritisierte Roth. Er hofft, dass das Negativimage durch die Debatte um den Brückenbau im UNESCO-Welterbe Dresdner Elbtal durch «kluge neue städtebaulichen Vorhaben» aufgefangen werde.   

Dabei müssten die Kommunen, für die die großen Museen auch von Nutzen sind, «noch andere Register ziehen», um weiter eine gute Bilanz zu garantieren. «Dresden muss mehr promotet werden», sagte Roth. Immerhin bestehe die Aussicht, dass auch die Deutschen angesichts der Krise künftig mehr im eigenen Land interessante Sehenswürdigkeiten besuchen würden. «Dresden müsste sich stärker als Wochenend-Städtereise-Ziel präsentieren.» Die Wertschätzung, die die Stadt etwa durch eine Visite wie die von US-Präsident Barack Obama erfahre, sei enorm, sie werde weltweit als einzigartige Kulturstadt akzeptiert. «Aber selbst eine solche Perle muss man anpreisen», mahnte Roth.



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