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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Augsburger Kunstschätze im Moskauer Kreml PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 17. Juni 2009 um 10:14 Uhr

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Moskau (dpa/lby) - Die Augsburger Kunstsammlungen und Museen sind erstmals mit einer großen Sonderausstellung im Moskauer Kreml zu Gast. Unter dem Titel «Freie Reichsstadt Augsburg - Majestätische Jahrhunderte» zeigen die Bayern im Zentrum der russischen Hauptstadt bis 22. September rund 200 ihrer kostbarsten Exponate. «Noch nie haben wir so viele Spitzenstücke, von denen einige als national wertvolles Kulturerbe eingetragen sind, ins Ausland ausgeliehen», sagte der Leiter des Maximilianmuseums, Christof Trepesch, bei der Eröffnung am Mittwoch in Moskau. Zu sehen sind hochkarätige Goldschmiedekunst, Kunsthandwerk und Skulpturen.    

Kremlchef Dmitri Medwedew und Bundeskanzlerin Angela Merkel lobten als Schirmherren das Projekt in schriftlichen Grußworten als leuchtendes Beispiel deutsch-russischer Zusammenarbeit. Die Schau im Patriarchenpalast und im Glockenturm auf dem Kremlgelände gilt als das größte Kulturprojekt beider Länder in diesem Jahr. So sind in Russland nach Angaben der Organisatoren zum ersten Mal Bronzeplastiken des Niederländers Adriaen de Vries zu sehen, darunter seine Werke von Weltrang wie der Merkur- und Herkulesbrunnen.   

Auch ein Silberkoffer aus dem Rokoko und seltenes Tafelsilber sowie kostbare Prunkuhren und Barockgemälde gehören zu den Glanzlichtern des von russischer Seite mit rund einer Million Euro finanzierten Projekts. «Die Kremlmuseen haben weder Kosten noch Mühe gescheut, Augsburg im besten Licht erscheinen zu lassen», sagte Trepesch. Dank eines russischen Katalogs seien die Meisterwerke nun auch slawischen Kunsthistorikern zugänglich. Zudem werde im Kreml ein von Russen gedrehter Film über Augsburg gezeigt.    

Die Ausstellung, die im Beisein von Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl und der bayerischen Europaministerin Emilia Müller (beide CSU) eröffnet werden sollte, ist auch als Präsentation der etwa 2000 Jahre alten Stadt gedacht. In der Renaissance und im Barock hatte die damalige Kunstmetropole die wichtigsten Höfe Europas mit Rüstungen, Uhren und Schreinerarbeiten beliefert. Der Kreml zeigt erstmals Objekte, wie sie selbst die Rüstkammer, die ehemalige Schatzkammer des Zaren, nicht besitzt. Das russische Museum hatte seine Augsburger Schätze, die als diplomatische Geschenke nach Moskau gelangten, 2008 in der Ausstellung «Zarensilber» in der Fuggerstadt präsentiert.

 

Der Kreml in Moskau

 

 Moskau (dpa/lby) - Der seit 1990 als UNESCO-Welterbe geschützte Kreml in Moskau ist nicht nur als Amtssitz des russischen Präsidenten das politische Zentrum des Landes. Das von einer mächtigen Mauer umsäumte Areal mit Parks, Kathedralen und Palais ist auch ein wichtiger Teil des Kulturlebens in der Metropole des Riesenreichs. Als größtes Museum gilt die 1851 im klassizistischen Stil gebaute ehemalige Rüstkammer mit rund 4000 Exponaten, darunter silberne Zaren-Geschenke aus Augsburg und Nürnberg. Im benachbarten früheren Patriarchenpalast aus dem 17. Jahrhundert werden unter anderem verzierte Gegenstände aus dem Gemeindeleben der russisch-orthodoxen Kirche ausgestellt.    

Seinen Festungscharakter verdankt das rund 28 Hektar große Gelände mit seinen 20 prächtigen Türmen der Gründung im 15. Jahrhundert als Burg. 1955 öffnete der damalige Kremlchef Nikita Chruschtschow erstmals einen deutlichen Teil des Geländes zwischen Rotem Platz und dem Moskwa-Fluss für die Öffentlichkeit. Viele der Gebäude mit vergoldeten Doppeladlern am Giebel und prunkvollen Spiegelsälen im Innern dürfen als streng bewachte Präsidentengemächer nur mit Passierschein betreten werden.



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