| Sammlung Hoffmann Berlin zeigt Auswahl in Dresden |
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| Mittwoch, 17. Juni 2009 um 10:15 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Zeitgenössische Kunst aus der Privatsammlung von Erika und Rolf Hoffmann (Berlin) ist von diesem Samstag an in der Dresdner Kunsthalle im Lipsiusbau zu sehen. Die Exposition «Mit dem Fahrrad zur Milchstraße» (bis 20. September) umfasst 64 Gemälde, Skulpturen, Reliefs, Papierarbeiten, Filme und Videos. «Die Auswahl bezieht sich auf ein Thema, was in letzter Zeit dringend erscheint: die Notwendigkeit von Regeln in Systemen sowie die Notwendigkeit, diese zu brechen und sich Neuem zu öffnen», sagte Erika Hoffmann- Koenige am Mittwoch in Dresden über ihr Konzept. Arrangiert sind Arbeiten etwa von Vanessa Beecroft, Isa Genzken, Hermann Glöckner, El Lissitzky, Hein Mack, Frank Nitsche, Richard Phillips, Frank Stella, Jean Tinguely, Günter Uecker oder Andy Warhol. «Es geht nicht darum, besonders wichtige oder bedeutsame Werke oder Highlights der Sammlung zu zeigen, sondern um ein Beziehungsgeflecht, das sich beim Rundgang erschließt», sagte die Sammlerin. Dieser beginnt bei den Anfängen der Kollektion, die Hoffmann-Koenige sonst nur in ihren Wohnräumen in der Hauptstadt zeigt. Der rote Faden, der über die Fläche, aber auch in virtueller Bewegung verlaufe, sei das Durcheinanderbringen des Herkömmlichen. Erste Entdeckungen in der zeitgenössischen Kunst machten die Besitzer einer Textilfirma in den 1960er Jahren im Rheinland und diskutierten mit Künstlern über neue Konzepte und Werke. Nach dem Verkauf der Firma 1985 nahmen sie sich mehr Zeit für ihre Passion und trugen in mehr als 40 Jahren eine Kollektion zusammen, die unterschiedliche Zeiten, Positionen und Medien in spannungsreicher Synthese vereint und offen bleibt für die neueste Kunst. Über den Umfang der Sammlung wollte Hoffmann-Koenige keine Auskunft geben. Nach dem Mauerfall scheiterten sie mit der Idee einer Kunsthalle für Dresden, für die US-Künstler Stella einen kühnen Entwurf lieferte. Das Projekt starb 1993 ohne direkte Absage. «Wir hatten nicht so viel Geduld wie Christo, die ihre Projekte 25 Jahre vorbereiten und haben nach fünf Jahren aufgegeben», sagte die Sammlerin. Um der Enttäuschung nicht nachzuhängen, hätten sie 1994 etwas anderes begonnen. Sie renovierten und bauten eine alte Nähmaschinenfabrik in Berlin um, in die sie 1997 mit ihrer Sammlung einzogen. Seit dem Tod ihres Mannes setzt Hoffmann-Koenige das gemeinsame Werk allein fort. |
























































