| Ex-Kunsthallenchef verzichtet auf Beamtenstatus |
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| Donnerstag, 18. Juni 2009 um 17:04 Uhr | ||
Mannheim (dpa/lsw) - Der ehemalige Direktor der Kunsthalle Mannheim, Rolf Lauter, verzichtet auf seinen Beamtenstatus. Der 56- Jährige will die Mannheimer Stadtverwaltung verlassen und hat einen entsprechenden Antrag gestellt, sagte eine Sprecherin der Stadt am Donnerstag und bestätigte einen Bericht des «Mannheimer Morgen». Danach würde Lauter zum 31. Dezember ausscheiden. Offiziell soll die Entscheidung zu der Entlassung aus dem Beamtenverhältnis in der kommenden Woche fallen. Der Kunstwissenschaftler war wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten im September 2007 vom Gemeinderat abgesetzt worden. Seitdem stritten sich Rathausspitze und Lauter um den neuen Arbeitsplatz des Beamten, gegen den auch ermittelt wird. Die Stadt hatte 2008 ein Verfahren wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet und im September Strafanzeige erstattet. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim dauern an, das Disziplinarverfahren war zunächst ausgesetzt. Wenn er nun aus dem Beamtenverhältnis ausscheidet, ist es automatisch beendet, so die Stadtsprecherin. Unter Lauters Führung hatte die gemeinnützige Kunsthallen Ausstellungs GmbH im Jahr 2006 deutliche Verluste gemacht. Bei den Ermittlungen wird das Defizit von mehr als 400 000 Euro unter die Lupe genommen. Zudem geht es um luxuriöse Dienstreisen und teure Veranstaltungen. Zum Eklat zwischen Lauter und Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) kam es, als der frühe Museumschef nach monatelanger Krankschreibung weiter seinen neuen Arbeitsplatz als Sachbearbeiter im Kulturamt ablehnte. Er blieb weg - stattdessen tauchten Fotos von ihm bei einer Ausstellungseröffnung in Chile auf. Als Kurz ihm daraufhin eine Frist setzte, beantragte Lauter Urlaub - der ihm verwehrt wurde. Ende Januar erschien er schließlich doch an seinem neuen Arbeitsplatz. |
























































