| Museum will auf junge Künstler neugierig machen |
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| Donnerstag, 18. Juni 2009 um 17:07 Uhr | ||
Von Anita Pöhlig, dpa
Wolfsburg (dpa/lni) - Mit Werken von sieben jungen Künstlern will das Kunstmuseum Wolfsburg Neugierde auf Gegenwartskunst wecken. Die Ausstellung «Leichtigkeit und Enthusiasmus - Junge Kunst und Moderne» gibt einen Überblick über die verschiedenen Positionen der zwischen 1962 und 1976 geborenen Künstler. Auf den ersten Blick haben die Fotografien, Gemälde, Installationen und Skulpturen kaum Gemeinsamkeiten. Jedoch setzten sich alle Künstler mit der Moderne des 20. Jahrhunderts auseinander. «Wie in anderen Ausstellungen auch, steht der Dialog zwischen Alt und Jung im Vordergrund», sagte Museumsdirektor Markus Brüderlin. Die Schau wird wird vom 20. Juni bis zum 25. Oktober gezeigt. Die meisten der sieben Künstler stehen noch am Anfang ihrer Karriere. Kuratorin Annelie Lütgens hatte sich in den vergangenen zwei Jahren in Ateliers und bei Ausstellungen umgesehen. «Wiewohl es nur eine kleine Auswahl sein konnte, haben wir versucht, einen Querschnitt der aktuellen Kunst zu zeigen», erläuterte sie. So habe sie sich zum Beispiel nicht auf ein Medium beschränken wollen. «Die Werke zeigen, wie Kunst der Zukunft aussehen kann, die sich aus der Kunst der Vergangenheit speist.» Da ist zum Beispiel Duncan Campbell. Der irische Filmemacher bereitet derzeit eine größere Einzelausstellung im Wiener Museum für Moderne Kunst vor. Mit seiner Arbeit «Oh Joe no» versucht er, neue Wege zwischen Dokumentations- und Abstraktionsfilm zu beschreiten. In einem abgedunkelten Raum wandern abstrakte Formen in knalligen Farben über die Leinwand. Dazu sind allzu menschliche Geräusche zu hören: Schreie, Gestöhne und andere Urlaute. Die Handlung entsteht im Kopf des Besuchers. Die Berliner Künstlerin Sabine Hornig setzt sich mit einem Stück Architektur des 20. Jahrhunderts und ihrer eigenen Vergangenheit auseinander. Sie präsentiert den Eingang ihrer Schule - eine schnörkellose Flügeltür aus Glas und Metall mit einem Betondach - in verkleinerter Form. In 150 Berliner Gebäuden aus den sechziger und siebziger Jahren soll es diesen Eingang geben. Bei den Bildern von Friederike Feldmann ist nicht das Ergebnis, sondern der Entstehungsprozess die eigentliche Kunst. Wie flüchtig aufgetragene Grundierungen oder abgebrochene Renovierungsarbeiten wirken ihre großflächigen Arbeiten. Aus kleineren Zeichnungen fertigt die Künstlerin digitale Vorlagen, die sie an die Wand projiziert. Die ursprünglichen Pinselstriche bleiben nun weiß, die anderen Flächen gestaltet sie farbig. Hinter den grob und spontan wirkenden Arbeiten steht ein langer, durchdachter Entstehungsprozess. Die Abstraktion des 20. Jahrhunderts wird von ihr symbolisch erneut abstrahiert. Darüber hinaus sind Werke von Marcel van Eeden, Julian Rosefeldt, Tatiana Trouvé und Sascha Weidner zu sehen. |
























































