| Angermuseum erhält Skizzenbücher des Malers Nerly |
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| Donnerstag, 18. Juni 2009 um 17:08 Uhr | ||
Erfurt (dpa/th) - Drei nach dem Zweiten Weltkrieg verschollene Skizzenbücher des Malers Friedrich Nerly (1807-1878) sind am Donnerstag nach Erfurt zurückgekehrt. Sie waren 2006 in amerikanischem Privatbesitz aufgetaucht und konnten mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder in das Angermuseum zurückgeholt werden. Die Kaufsumme wurde nicht genannt. Martin Hoernes, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, sprach zur Übergabe im Rathaus von einem gezahlten «Finderlohn». Der in Erfurt als Christian Friedrich Nehrlich geborene Maler zählte zu den bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Von den ursprünglich 22 Skizzenbüchern wurden in der ersten Nachkriegsinventur 1967 nur noch 15 aufgefunden. Aufgrund der Inventarnummern konnten die drei in den USA entdeckten Skizzenbücher als Erfurter Eigentum identifiziert werden. Sie enthalten Landschafts-, Tier- und Figurenstudien, Architekturdetails von Venedig, Mailand und dem Gardasee. Das dritte Buch stammt aus dem Todesjahr Nerlys 1878 und sei deshalb von großem biografischen Interesse. Die Bücher werden derzeit restauriert. Besonders der deutsche Hochadel, aber auch amerikanische, englische und indische Sammler gehörten zu Nerlys Auftraggebern. Seine venezianischen Veduten wurden denen Canalettos gleichgestellt. Das Angermuseum besitzt mit jeweils etwa 50 Gemälden und Ölstudien, Hunderten von Zeichnungen, Aquarellen und Skizzenbüchern die weltgrößte Nerly-Sammlung. Die Nerly-Schenkung des Sohnes Friedrich Paul, in der die Skizzenbücher verzeichnet sind, führte 1886 zur Gründung des Angermuseums. |
























































