| Stahlplastiken ergänzen Erfurter Skulpturengarten |
|
|
|
| Samstag, 20. Juni 2009 um 17:18 Uhr | ||
Erfurt (dpa/th) - Unter dem Motto «Leichtigkeit in Metall» ergänzen seit Samstag Dutzende Stahlplastiken den Skulpturengarten im Erfurter egapark. Ausgestellt werden mehr als 100 Arbeiten von Künstlern, die ihre Ausbildung an der Hochschule Burg Giebichenstein in Halle erhalten haben. Das Besondere an den Werken: Das Metall wurde nicht gegossen, sondern zu leichten Figuren gearbeitet. «Die Künstler haben keine Abbilder einzelner Menschen geschaffen, sondern verallgemeinern in der Darstellung», erklärt Kurator Ulrich Barnickel. Die Beschaffenheit des Materials habe neben den Gefühlen der Künstler einen großen Einfluss auf die Arbeiten. Diese Haltung entspreche dem Geist der sächsischen Hochschule: Schon in der DDR lernten dort Künstler, handwerkliche Fähigkeiten zu entwickeln und «auf einer freien Ebene» menschenähnliche Gestalten zu schaffen, weiß Barnickel. «In Ostdeutschland gab es seit 1920 eine entscheidende Entwicklung in der Metallplastik, die weder sozialistisch-realistische noch rein kunsthandwerkliche Arbeiten hervorbrachte», erklärt der Kurator, der aus Weimar stammt und in Hessen lebt. Weil Künstler laut Barnickel in der DDR wenig Buntmetall bekamen, mussten sie Stahl bearbeiten. Das sei in Westdeutschland kaum üblich gewesen und habe die Entwicklung der Stahlplastik in der DDR befördert, wie die Erfurter Sonderausstellung zeige. Die Werke erweitern noch bis Ende August, zum Teil bis Ende Oktober, den Skulpturengarten des egaparks. Dieser liegt zwischen den Festungstürmen der Cyriaksburg und wurde vor einem Jahr mit rund 20 Plastiken eröffnet. Schon bei der egapark-Gründung 1961 waren 70 Skulpturen auf dem Gelände aufgestellt worden. «Vor 2008 standen diese Figuren allerdings überall verstreut und waren zum Teil schon von Büschen zugewachsen», berichtet der Sprecher der Stadtwerke Erfurt als Betreiber des egaparks, Jürgen Doninger. |
























































