| Schau zu Kunstinstallationen in Geraer Unterwelt |
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| Sonntag, 21. Juni 2009 um 08:46 Uhr | ||
Gera (dpa/th) - Die Geraer Unterwelt verwandelt sich vom kommenden Mittwoch (24. Juni) an zu einem wohl einmaligen Kunstareal. In Gewölben und Gängen unter der Innenstadt, den sogenannten Höhlern, zeigen 47 Künstler ihre Arbeiten. «Die Installationen sind nur für diesen Ort gemacht», betonte Projektleiterin Gitta Heil im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die vierte Höhler-Biennale steht unter dem Motto «UNTERwegs» - eine Anspielung auf den ungewöhnlichen Ausstellungsort. Zugleich soll damit im Jubiläumsjahr des Bauhauses, das auch in Gera seine Spuren hinterlassen hat, ein Aufbruch zu neuen kulturellen Ufern angedeutet werden. «Auch die Besucher werden unterwegs sein», erklärte die Literatur- und Kunstwissenschaftlerin. Denn die Höhler, die in vergangenen Jahrhunderten zur Lagerung von Bier angelegt wurden, erstrecken sich über mehrere Kilometer Länge an verschiedenen Orten im Stadtzentrum. Insgesamt laden fünf Höhler zu künstlerischen Begegnungen ein. Die Arbeiten wurden aus 120 Bewerbungen ausgewählt. Dabei setzten sich die Künstler mit verschiedensten Materialen auseinander: Von Bauschaum und Schwemmholz über Frischhaltefolie und Schuhspannern bis hin zu Glas und Keramik. Zu erleben seien auch Video- und Klanginstallationen. «Der normale Alltagsgegenstand avanciert zum Kunstwerk», sagte Heil und knüpfte damit an die Idee der Ready-mades des französischen Konzeptkünstlers Marcel Duchamp (1887-1968) an. Ready-mades waren Alltagsgegenstände die Duchamp zu Kunstwerken erklärte. In Gera sind bis Ende Oktober Arbeiten von Künstlern aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Österreich, Großbritannien und dem Fürstentum Liechtenstein zu sehen. Sie mussten sich mit dem speziellen Klima der unterirdischen Räume wie etwa der hohen Luftfeuchtigkeit auseinandersetzen, aber auch mit der archaischen Atmosphäre dieser in Stein gehauenen Tiefkeller und dem künstlichen Licht darinnen. Die Höhler-Biennale präsentiert seit 2003 im Zwei-Jahres-Rhythmus zeitgenössische Kunst. Initiator ist der Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler. Die Kunstwerke sind bis Ende Oktober von Mittwoch bis Sonntag zu sehen. Die Organisatoren rechnen mit mehr als 3000 Besuchern. |
























































