| Schau zu Keramikerin Friedlaender-Wildenhain |
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| Montag, 22. Juni 2009 um 14:26 Uhr | ||
Gera (dpa/th) - Krüge und Kannen mit Vogelmotiven, Service sowie Gefäße, Figuren und Zeichnungen: Zum Bauhausjahr zeigt das Museum für Angewandte Kunst Gera eine Retrospektive der Keramikerin Marguerite Friedlaender-Wildenhain. Die 1896 im französischen Lyon geborene Künstlerin gehörte nach Angaben des Museums mit Otto Lindig und Theodor Bogler zu den zentralen Persönlichkeiten der Keramik- Werkstatt des Bauhauses Weimar, wo sie eng mit Max Krehan und Gerhard Marcks zusammenarbeitete. Die Schau mit dem Titel «Den eigenen Vorstellungen Gestalt geben» sollte am Montagabend eröffnet werden und ist bis 20. September zu sehen.
Nach ihrer Zeit am Bauhaus leitete Friedlaender-Wildenhain die Keramikabteilung auf Burg Giebichenstein (Halle). Ihr Ziel sei es gewesen, dort im Sinne der Bauhausidee Gestalter für künstlerisch wie funktional anspruchsvolle Gefäße auszubilden. Als legendär gelten ihre Service «Hallesche Form», «Hermes» und «Burg Giebichenstein», die sie in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin schuf. Die Jüdin Friedlaender-Wildenhain emigrierte nach 1933 ins holländische Putten und später in die USA. Im kalifornischen Guerneville, wo sie 1985 starb, führte sie eine Lehrwerkstatt, die Pottery Pond Farm.
Nach Angaben des Museums gab es bisher international noch keine umfassende Retrospektive ihres Schaffens. Kurator der Geraer Schau ist der ehemaligen Direktor des Museums, Hans-Peter Jakobson. Gezeigt werden Exponate aus allen Schaffensphasen der Künstlerin ab 1920. Dazu gehören Gefäßkeramiken aus der Werkstatt «Het Kruikje» in Putten und das Steingutservice «Five o'clock». Die Exponate stammen aus der eigenen Sammlung des Museums für Angewandte Kunst ebenso wie aus Sammlungen anderer Museen und Privatleute. |
























































