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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Sonderschau über Tübkes «Bauernkriegspanorama» PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 23. Juni 2009 um 15:42 Uhr

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Bad  Frankenhausen (dpa) - Die jahrelange Entstehung des monumentalen «Bauernkriegspanoramas» von Werner Tübke (1929-2004) wird in einer Sonderausstellung im thüringischen Bad Frankenhausen dokumentiert. Von diesem Sonntag an sind im Panorama Museum, Heimstätte des 14 mal 123 Meter großen Werkes, erstmals Gemälde, Zeichnungen und Lithographien des Leipziger Malers sowie Werkstattarbeiten der ihn unterstützenden acht Maler zu sehen, sagte Museumsdirektor Gerd Lindner am Dienstag. Tübke, der im Juli 80 Jahre alt geworden wäre, hatte zwölf Jahre lang an dem von der DDR- Regierung in Auftrag gegebenen Bild über den Bauernkrieg 1525 gearbeitet. Bis zum 11. Oktober wird auch gezeigt, welcher Künstler welches Detail des «Bauernkriegspanoramas» gemalt hat - von Tübke selbst stammt knapp die Hälfte.   

 

Der «Altmeister der Leipziger Schule» hatte 1976 den Auftrag übernommen. Es sollte ursprünglich ein reines Schlachtenpanorama zur 450. Wiederkehr der Thüringer Bauernaufstände werden und an das «revolutionäre Großereignis von historischer Tragweite bis in die Gegenwart» erinnern. Tübke schuf jedoch ein geschichtsträchtiges Werk von hoher Verallgemeinerungskraft. Es entstand ein universales, zeitloses «Welttheater», in dem die Grundthemen der Menschheit - Liebe und Hass, Geburt und Tod - die unendliche Wiederkehr des Gleichen versinnbildlichen. «Das ist jedoch Friedrich Nietzsche und nicht Karl Marx», sagte Lindner. «Dass Tübke dies in der DDR schaffen konnte, ist das Wunder und die Voraussetzung für die Überlebenskraft seines Werkes».   

 

Eröffnet wurde die Bauernkriegsgedenkstätte, so der damalige Name, kurz vor Ende der DDR am 14. September 1989. Die Feier wurde mit dem Auftritt von Volksbildungsministerin Margot Honecker, SED- Politbüromitglied Kurt Hager und Kulturminister Hans-Joachim Hoffmann einer der letzten repräsentativen Auftritte der DDR-Staatsführung. Anfang der 1990er Jahre gab sich das Haus auf dem Schlachtenberg ein neues Konzept als Kunstmuseum, in dem das Werk Tübkes und Kunstausstellungen alter und zeitgenössischer Künstler im Mittelpunkt stehen. Seit Eröffnung sahen mehr als zwei Millionen Besucher das auf eine riesige Leinwand gemalte Ölgemälde mit mehr als 3000 Figuren.



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