| Verband: Fachkräftemangel an Museen |
|
|
|
| Mittwoch, 24. Juni 2009 um 14:14 Uhr | ||
Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Museen klagen über einen massiven Fachkräftemangel. «Vielerorts ist die Lage prekär», sagte die Geschäftsführerin des märkischen Museumsverbandes, Susanne Köstering, am Mittwoch in Potsdam. Anlass war die Präsentation der Konzeption zur Entwicklung der landesweit rund 400 Museen. 280 von ihnen arbeiten laut Köstering ausschließlich mit Ehrenamtlichen oder Ein- Euro-Kräften, ein durchschnittliches Stadt- und Regionalmuseum habe nur ein bis drei Festangestellte.
«Die Personaldecke ist so dünn, dass man sie als fadenscheinig bezeichnen muss», heißt es in der Konzeption. Um personelle Defizite aufzufangen, wäre laut Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) die stärkere Einbeziehung etwa von Kulturwissenschafts-Studenten in die Museumsarbeit denkbar.
In seiner Konzeption spricht sich der Verband für eine stärkere Vernetzung der Museen sowie die Erstellung von konkreten Konzepten für die jeweiligen Sammlungen aus. Auch inhaltliche Defizite werden genannt. So finden sich in unserer Museumslandschaft nur unzureichend militärgeschichtliche Ausstellungen etwa zu großen historischen Schlachten, sagte Wanka. Auch Themen wie Bildung, Schul- oder Umweltgeschichte würden nur punktuell beleuchtet. Köstering plädierte hier für stärkere Kooperationen unter den Museen.
Und der Erste Vorstandssprecher des Museumsverbandes, Markus Ohlhauser, betonte: «Eine Qualitätssteigerung muss nicht unbedingt Geld kosten, oft ist es eine intellektuelle Frage.» Der Verband nannte keine Summen, die für eine angemessene Personalausstattung nötig wären. Wanka verwies indes auf die Museen als «Anker» im Kulturtourismus. Allein 2007 - jüngere Zahlen liegen laut Verband nicht vor - lockten Schlossmuseen, Heimatstuben oder Gedenkstätten 3,6 Millionen Besucher. Mit durchschnittlich jährlich 5000 Besuchern in kleineren Museen stehe Brandenburg bundesweit gut da. |
























































