| Höhler-Biennale präsentiert zeitgenössische Kunst |
|
|
|
| Donnerstag, 25. Juni 2009 um 05:15 Uhr | ||
Gera (dpa/th) - Teils filigrane Kunstwerke aus unterschiedlichsten Materialien von Keramik bis Frischhaltefolie, aber auch Klang- und Videoinstallationen sind seit Mittwoch bei der Höhler-Biennale in Gera zu erleben. Dazu öffnen sich einige der sonst verschlossenen Gewölbe und Gänge unter der Innenstadt, die sogenannten Höhler, dem Publikum. Diese Tiefkeller, die vor Jahrhunderten zur Lagerung von Bier angelegt wurden, dienen quasi als steinerne Passepartouts für die Installationen von 47 Künstlern aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Österreich, Großbritannien und Liechtenstein. «Für mich ist die Geraer Höhler-Biennale ein wirkliches Kunsterlebnis», schwärmte Vize-Ministerpräsidentin Birgit Diezel (CDU) zur Eröffnung.
So hat der niederländische Künstler Bernard Divendal in einem der Höhler eine Spur aus Badelatschen gelegt. Nora Grawitter aus Gera benutzt Kükendraht und andere Materialien, um im Schwarzlicht fantastische Gebilde und Formen der belebten und unbelebten Natur entstehen zu lassen. Unter dem Titel «Ipod» steht ein aus zwei Muscheln zu einer Art Kopfhörer geformtes Objekt von Eskild Beck und Inger Junggreen Have aus Dänemark. Es soll den Klang des Universums und der Ewigkeit bewahren.
Zum nunmehr vierten Mal lädt die Höhler-Biennale zum Kunstgenuss in die Geraer Unterwelt. Die Installationen wurden eigens für die besonderen Räumlichkeiten geschaffen und dürften in dieser Form kein zweites Mal zu sehen sein. Projektleiterin Gitta Heil sprach daher bei diesem Ausstellungsprojekt von einem «Alleinstellungsmerkmal» für Gera. Der Titel «UNTERwegS» ist einerseits eine Anspielung auf den ungewöhnlichen Ausstellungsort, soll laut Heil aber auch ganz im Sinne des Weimarer Bauhauses, dessen Gründung sich in diesem Jahr zum 90. Mal jährt, einen Aufbruch zu neuen künstlerischen Ufern andeuten.
Initiator der Biennale, die seit 2003 im Zwei-Jahres-Rhythmus zeitgenössische Kunst präsentiert, ist der Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler. Bis Ende Oktober sind die Kunstwerke von Mittwoch bis Sonntag zu sehen. |
























































