| Schau beleuchtet Universellen Carl Gustav Carus |
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| Donnerstag, 25. Juni 2009 um 19:41 Uhr | ||
Dresden/Berlin (dpa) - Leben und Wirken des Arztes und Künstlers Carl Gustav Carus (1789-1869) beleuchtet von diesem Freitag an eine Ausstellung in Dresden. Die Schau «Carl Gustav Carus. Natur und Idee» wurde von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und den Staatlichen Museen zu Berlin konzipiert. «Gezeigt wird, dass Carus mehr als ein Romantiker im Umkreis von Caspar David Friedrich war und auf vielen Gebieten Großes geleistet hat», sagte der Direktor des Kupferstich- Kabinetts, Wolfgang Holler, am Donnerstag wenige Stunden vor der Eröffnung in Dresden. Nach der Präsentation in Dresden (bis 20. September) ist sie in der Alten Nationalgalerie Berlin (9. Oktober bis 10. Januar 2010) zu sehen.
Die Dresdner Schau in Sempergalerie und Kupferstich-Kabinett richtet den Blick auf den Mediziner, Naturphilosophen, Literaten, Maler und Zeichner. Dort sind rund 250 Gemälde und Zeichnungen von dessen Hand sowie etwa 50 Werke von Zeitgenossen wie Caspar David Friedrich, Johan Christian Dahl oder Ernst Rietschel zu sehen, zudem kunsttheoretische Schriften und Briefe. Naturwissenschaftliche Illustrationen, rund 30 Objekte seiner Abguss- und Schädelsammlung, medizinische Gerätschaften, anatomische Präparate und Naturkundliches zeugen von seinem Wirken als Wissenschaftler und Gelehrter.
Carus gilt als wichtiger Vertreter der Dresdner Romantik. Er werde bisher aber nur einseitig als Künstler gesehen, sagte Holler. Seine entscheidenden Leistungen habe er als praktischer Arzt und Gelehrter vollbracht. Der in Leipzig geborene Carus lebte von 1814 bis zu seinem Tod in Dresden, war Exponent des gesellschaftlichen Lebens seiner Zeit. Neben Humboldt prägte vor allem Goethe sein Natur- und Weltbild. In seinem Werk brachte Carus Physik und Methaphysik, Natur und Kultur, Wissenschaft, Kunst und Leben, Leib und Seele, Gesundheit und Krankheit, Geburt und Tod in enge Verbindung.
Das Dresdner Kupferstich-Kabinett verwahrt den bedeutendsten Bestand seines Werkes, darunter gut 700 Zeichnungen und Druckgrafiken sowie 22 Gemälde. Die Schau, an der sich rund 60 private und öffentliche Leihgeber beteiligten, wurde durch Förderung etwa der Ernst von Siemens Kulturstiftung oder der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie den Freundeskreisen der Sammlungen möglich. |
























































