| Russischer Vorstoß zur Beutekunst chancenlos |
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| Freitag, 26. Juni 2009 um 19:11 Uhr | ||
Prag (dpa) - Ein russischer Vorstoß zum Umgang mit Beutekunst ist nach Ansicht von Experten nicht mehrheitsfähig. Moskau versucht nach Informationen von «Spiegel Online», den Besitz der im Zweiten Weltkrieg durch Russland erbeuteten Kulturgüter politisch absichern. Dieser Vorschlag existiere zwar, sei aber «ohne Chance», sagte ein tschechischer Offizieller, der anonym bleiben wollte, der dpa am Freitag in Prag. Dort beginnt am Abend eine internationale Konferenz zu «Nachlässen der Holocaust-Ära», bei der auf Einladung der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft der Umgang mit Beutekunst ein Hauptthema sein soll.
Die knapp 50 teilnehmenden Länder wollen am Montag eine gemeinsame «Erklärung von Terezin (Theresienstadt)» veröffentlichen. Russland fordert darin einen Passus, dass alle Verträge im Zusammenhang mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gültig bleiben und Entscheidungen der Alliierten nicht revidiert werden. Dies würde auch nach Ansicht von Experten in Moskau mögliche Rückgaben von geraubten Kunstwerken blockieren. Vielmehr wünsche man sich eine Erklärung, die an die Washingtoner Grundsätze von 1998 anknüpfe, hieß es in Prag. Die damals gefundenen Richtlinien zur Kunstrestitution galten als bahnbrechend, sind aber juristisch nicht bindend. |
























































