| Der «Blaue Reiter» mit satten Farben bei Burda |
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| Freitag, 26. Juni 2009 um 19:12 Uhr | ||
Baden-Baden (dpa/lsw) - Mit satten Farben und abstrakten Formen haben Maler wie Franz Marc und Wassily Kandinsky Kunstgeschichte geschrieben. Seit Jahrzehnten schon pilgern Kunstfreunde zu den Sonderausstellungen mit Werken ihrer Malerclique «Blauer Reiter», die neben der «Brücke» aus Dresden die berühmteste deutsche Gruppe ihrer Art war. Nun ziehen die wichtigsten Werke von Marc und August Macke, Kandinsky, Alexej von Jawlensky und Gabriele Münter zumindest für eine kurze Zeit aus ihrem angestammten Museum, dem Lenbachhaus in München. Bis Mitte Oktober sind rund 80 Gemälde im Museum Frieder Burda zu sehen. «Es ist die umfangreichste Leihgabe von Werken des "Blauen Reiter", die wir je gemacht haben», sagte Lenbachhaus- Direktor Helmut Friedel am Freitag vor der Eröffnung in Baden-Baden.
In den lichtdurchfluteten weißen Räumen des Burda-Hauses werden unter anderem Werke präsentiert wie Marcs «Blaues Pferd I» von 1911, Mackes «Hutladen» (1913), Jawlenskys «Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff» und Gabriele Münters «Jawlensky und Werefkin», beide aus dem Jahr 1909. In all ihren Werken regiert das Primat der Farbe, die lebendig und üppig eingesetzt wird auch im Zusammenspiel mit der Form. «Man wollte von der Farbe weg», erklärte Kuratorin Annegret Hoberg. Die Kunst der Gruppe, die künstlerisch den Beginn der abstrakten Malerei in Deutschland bedeutete, wird in Baden-Baden ergänzt von einer Auswahl an Schwarz-Weiß-Fotografien Münters, die sie in der gemeinsamen Zeit mit Kandinsky zwischen 1902 und 1914 unter anderem auf Reisen schoss. Die Fotos dokumentieren private Momente aus dem Leben der beiden Künstler. Nicht selten stellen sie dar, was sich später auch in Öl auf Pappe wiederfindet.
Anders als die «Brücke» in Dresden und die «Neue Sezession» in München war der 1911 gegründete «Blaue Reiter» eine offene Gruppe. Er bestand aus einem Kreis von Künstlern, die sich den Zielen Marcs und Kandinskys anschlossen. Grundidee war die Kunst als Manifestation eines geistigen Universalismus. Form und Farbe galten als äußerer Ausdruck einer inneren Notwendigkeit. Der Erste Weltkrieg machte dem Projekt ein frühes Ende. |
























































