| Albertina-Kunstschätze von Wasserschaden akut bedroht |
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| Montag, 29. Juni 2009 um 04:25 Uhr | ||
Wien (dpa) - Rund 950 000 in einem unterirdischen Depot eingelagerten Kunstwerke des Wiener Kunstmuseums Albertina sind in dieser Woche nur knapp einer Katastrophe entgangen. Wie österreichische Medien am Samstag berichteten, drangen am Dienstag nach 48-stündigem Dauerregen insgesamt rund 2100 Liter Wasser in den erst 2005 für 5,1 Millionen Euro erbauten Kunstbunker ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Albertina öffentlich lediglich von eingedrungener «Feuchtigkeit» gesprochen. Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder ließ daraufhin das gesamte Depot ab Mittwoch «sicherheitshalber» räumen.
Wie es zu dem Wassereinbruch in das 13 Meter unter der Erde liegende Hauptdepot gekommen ist, konnte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder bisher noch nicht sagen. Die Nachrichtenagentur APA meldete am Samstag, dass die riesige Kunstsammlung des ältesten Kunstmuseums der Welt nur durch einen glücklichen Zufall - unbeabsichtigte bauliche Maßnahmen - von einer Katastrophe und gravierenden Schäden verschont blieb. Allerdings muss vor einer Reparatur des Depots zunächst das gesamte Lager evakuiert werden.
Da die undichte Stelle bisher nicht gefunden wurde und die gestiegene Luftfeuchtigkeit bereits Verpackungen von Kunstwerken in Mitleidenschaft gezogen hatte, entschloss sich Schröder am Mittwoch zur Evakuierung des gesamten Speichers. Dabei werden mehr als 100 Helfer eingesetzt. Die Aktion dürfe aus Sicherheitsgründen weder gefilmt noch fotografiert werden.
Wegen der von den Planern gemachten Zusicherung, das neue Depot sei mit höchstmöglichem Schutz ausgestattet, hatte die Museumsleitung selbst bei den kostbarsten der eingelagerten Stücke - darunter Albrecht Dürers berühmter Feldhase - auf zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen verzichtet. Selbst die Spitzenwerke waren deshalb in einfachen Kartons untergebracht. |
























































