| Kunsthalle weist Prüfbericht als «unfair» zurück |
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| Dienstag, 30. Juni 2009 um 15:42 Uhr | ||
Baden-Baden (dpa/lsw) - Die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden hat die herbe Kritik des Landesrechnungshofes entschieden zurückgewiesen. «Die Kritik ist unfair und veraltet», sagte Leiterin Karola Kraus am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Unterstützt wird sie unter anderem vom baden-württembergischen Kunstministerium, aber auch von Baden-Badens Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. Die Kunsthalle ist den Kontrolleuren ein Dorn im Auge: Sie habe keine eigene Sammlung, zu wenig Besucher und schreibe rote Zahlen, bemängeln die Rechnungsprüfer in ihrem neuesten Bericht. Bei der Prüfung der Haushaltsjahre 2003 bis 2007 hatten sie auch «schwerwiegende Verstöße gegen das Haushaltsrecht» festgestellt.
Die Empfehlung der Prüfer: Eines der traditionsreichsten Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst, das in diesem Jahr auf sein 100-jähriges Bestehen zurückblickt, solle entweder privatisiert oder kommunalisiert werden oder mit einem anderen Landesmuseum - zum Beispiel der Kunsthalle Karlsruhe - fusionieren. Der Vorschlag des Rechnungshofs trifft allerdings nirgends auf Gegenliebe: weder beim Stadt noch beim Land oder bei potenziellen Partnern. Eine Fusion ist für die Baden-Badener Kunsthallen-Chefin Kraus nicht denkbar: «Dazu bin ich nicht bereit.» Eher würde sie zurücktreten, betonte sie. Eine Ministeriumssprecherin betonte aber: «Frau Kraus genießt unser volles Vertrauen.» |
























































