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Donnerstag, 05. März 2009 um 07:13 Uhr |
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NRW, Museen, Brockhoff
Im deutschsprachigen Raum engagieren sich insgesamt 130 Museen mit Ausstellungen und Sonderveranstaltungen bei dem Themenjahr. «Die wahren Schätze der Museen liegen oft in ihren grafischen Beständen», betonte NRW- Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff am Mittwoch in Düsseldorf: «Die müssen wachgeküsst werden.» In NRW steht neben rund 90 Sonderausstellungen auch ein Grafik-Wochenende auf dem Programm. Am 25. und 26. April sollen Besucher dabei unter anderem einen Blick in Depots und Restaurierungswerkstätten werfen können.
Grafikschauen hätten es nicht nur aus konservatorischen Gründen schwer, meinte Grosse-Brockhoff. Selten zu sehen seien diese Arbeiten, ob Zeichnung, Radierung, Linol- oder Holzschnitt, auch weil sie es weder in den eigenen Häusern noch beim Publikum leicht hätten.
Alleine in den beteiligten NRW-Museen umfasst der Grafik-Bestand 500 000 Arbeiten. Mit dem Themenjahr soll dieser meist im Verborgenen schlummernde Schatz ans Licht geholt werden, hieß es bei den Organisatoren. «Wir wollen Bewusstsein für die Vielfalt und den Reichtum der Grafik wecken», sagte Barbara Strieder vom Museum Schloss Moyland in Bedburg-Hau. Auf den Weg gebracht wurde neben einem Buch zu den Grafischen Sammlungen in NRW auch eine Sonderschau in Rotterdam. In der Kunsthalle der niederländischen Stadt gastieren vom 13. Juni bis zum 13. September «Meisterwerke auf Papier aus NRW».
Beteiligt sind neben den großen Museen in Köln, Düsseldorf, Münster, Bonn oder Essen auch Spezialmuseen wie das Wilhelm-Morgner- Haus in Soest und das Fritz-Winter-Haus in Ahlen. Zu sehen ist neben monografischen Schauen zu einzelnen Künstlern wie HAP Grieshaber, Marc Chagall, Lovis Corinth oder Albrecht Dürer auch Thematisches. Darunter ist eine Schau zur Technik des «perforierten Kupferstichs» in Düren oder zu «Tierdarstellungen» in Herne.
(Internet: www.graphikjahr.de)
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