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Freitag, 06. März 2009 um 07:51 Uhr |
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Chipperfield, London
Glatte, edle Flächen, millimetergenaue Zusammenführung unterschiedlicher Materialien, auf ihr Wesentliches reduzierte Räume - das sind seine Markenzeichen. Wie bei der Gestaltung des Neuen Museums auf der Berliner Museumsinsel, bei der Chipperfield bewusst die Spuren und Risse der Geschichte im Gemäuer beließ, verbindet der Brite Tradition und klassische Moderne zu einer neuen Formensprache.
Chipperfield knüpft dabei an die Raum- und Formgedanken des Baumeisters Le Corbusier und an die «High-Tech»-Architektur seiner Mentoren Norman Foster und Richard Rogers. In Chipperfields Bauten, etwa in dem wie ein Tempel konzipierten Literaturhaus der Moderne in Marbach am Neckar, verbindet er Architekturgeschichte mit den fundamentalen Elementen Raum, Licht und Material. Der Architekt setzt dabei um, was er bereits bei der Einrichtung von Modegeschäften, beim Entwurf von Geschirr und Möbel gelernt hatte.
Der 1953 in London geborene Chipperfield schloss 1977 sein Studium an der London Kingston School of Art and Architecture ab, arbeitete danach unter anderem bei Rogers und Foster und eröffnete 1984 sein eigenes Büro. Chipperfield hat auch Niederlassungen in Berlin, Mailand und Schanghai.
Zu seinen bekannteste Projekten zählen der Entwurf für das Museum Tate Modern in London, das Figge Art Museum in Davenport (Iowa, USA) und das River and Rowing Museum in Henley-on-Thames (Großbritannien). Für seinen Entwurf des Literaturmuseums in Marbach wurde er 2007 mit dem Stirling-Preis ausgezeichnet. Im selben Jahr bekam er den Zuschlag für den Neubau des Museums Folkwang in Essen.
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