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Ausstellung, Blübaum, Museum
Ein Großteil der Werke aus vier Jahrhunderten wird erstmals öffentlich gezeigt, wie die Leiterin des Kupferstichkabinetts, Hela Baudis, unmittelbar vor der Eröffnung am Freitag sagte. Die älteste Zeichnung in der Ausstellung stamme aus dem Jahr 1615, die jüngste von 1964. Die Schau mit 104 Arbeiten, davon 101 aus dem eigenen Bestand, gebe einen wundervollen Einblick in die reiche Sammlung von rund 5000 deutschen Zeichnungen des Museums.
In der Ausstellung sind 60 Zeichner vertreten, wie Baudis weiter sagte. Aus dem 17. Jahrhundert seien viele Werke Hamburger Künstler dabei, deren Arbeiten das mecklenburgische Herzogshaus ankaufte. Aus dem 18. und 19. Jahrhundert seien verschiedene mecklenburgische Hofmaler vertreten, wie Johann Dietrich Findorff oder Theodor Schloepke. Sie bildeten sich im Ausland weiter und brachten Impulse von ihren Aufenthalten in Italien oder Paris mit. So sind neben Ivenacker Eichen und Porträts von Kindern der mecklenburgischen Herzogsfamilie auch italienische Landschaften in der Ausstellung zu sehen.
Der neue Direktor des Staatlichen Museums Schwerin, Dirk Blübaum, sollte bei der Eröffnung am Freitagabend offiziell durch Kultusminister Henry Tesch (CDU) der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Tesch zeigte sich laut Redemanuskript überzeugt, dass Blübaum neue Akzente setzen und das Staatliche Museum für neue Zielgruppen öffnen werde. «Es ist uns eine große Freude, die Leitung des Museums nun in Ihren Händen zu wissen, blicken Sie doch auf eine vielseitige und langjährige Erfahrung sowohl im Bereich der Museumstätigkeit als auch in Ihrer Tätigkeit als Kunsthistoriker zurück.» Blübaum (47) leitete bisher die Kunstsammlung im Zeppelin-Museum Friedrichshafen (Baden-Württemberg).
Blübaum kündigte an, das Museum mit neuen Angeboten mehr öffnen und auch mit erweitertem Marketing mehr Besucher anlocken zu wollen. Inhaltlich sei ihm der Ostseeraum ein wichtiges Anliegen, da plane er Kooperationsprojekte. Die Errichtung eines Erweiterungsbaus sei Bedingung für seinen Wechsel nach Schwerin gewesen. Der Neubau soll unter anderem Raum für Tagungen und Vorträge bieten. Er habe Signale aus dem Kultusministerium erhalten, dass dafür im Haushalt 2010/11 erste Gelder möglich seien.
(Ausstellung: 7. März bis 14. April, Museumseintritt 4 Euro, Katalog 223 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, 28 Euro)
(Internet: www.museum-schwerin.de)
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