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Mittwoch, 11. März 2009 um 07:21 Uhr |
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Kunsthalle, Seifermann, Zeichnungen
Die Werkschau «Nothing more natural» in der Kunsthalle Nürnberg liefert erstmalig in Deutschland einen Überblick über das Gesamtwerk der 1951 geborenen Künstlerin.
Zu sehen sind frühe Zeichnungen und Filme aus den 70er Jahren, Leuchtkästen und Computeranimationen aus den 90ern, und aktuelle Collagen, die am Computer verfremdete Erotikfotografien zeigen. Untermalt werden einige Installationen mit van Kerckhovens eigener Musik. Die bis 24. Mai dauernde Ausstellung öffnet an diesem Donnerstag (12. März).
«Der Schwerpunkt liegt auf weiblicher Identität und dem Umgang mit Raum», erklärte die Leiterin der Kunsthalle, Ellen Seifermann, am Dienstag. «Über vielen Zeichnungen liegt eine erotische Spannung.» Die Motive sind teils aus pornografischen Magazinen entnommen, teils stark autobiografisch.
Ihre Zeichnungen tragen Titel wie «Auf dem Höhepunkt der Psychose», zu sehen sind verformte Körperteile, teils farbig, teils mit Sprechblasen versehen. In der Videoprojektion «Eclips» kontrastiert die Flämin Unterwasseraufnahmen aus dem Antwerpener Zoo mit Szenen aus dem Filmklassiker «L'Eclisse» von Michelangelo Antonioni. «Ihre Werke dienen oft als Katalysator für Stimmungen, ähnlich einem visuellen Tagebuch», beschrieb Seifermann. Van Kerckhoven war Mitglied der belgischen Untergrund-Szene der 1970er und 80er Jahre, ihre Werke hinterfragen Konventionen der Macht, Politik und Sexualität.
[Kunsthalle]: Lorenzer Straße 32, Nürnberg (Internet: www.kunsthalle.nuernberg.de)
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